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Gepostet on 21 Dez 2012 in Dialog, Lokalnachrichten, Politik und Gesellschaft

CPCO: Für eine gerechte und friedliche Lösung der Palästinenser-Frage

CPCO: Für eine gerechte und friedliche Lösung der Palästinenser-Frage

Harissa – Die katholischen Patriarchen und Bischöfe des Nahen Ostens (CPCO) trafen sich zu ihrem 2. Kongress vom 3. zum 5. Dezember 2012 im Libanon, um gemeinsam den Inhalt des Postsynodalen Apostolischen Schreibens zum Nahen Osten zu studieren und wie es in den Diözesen umgesetzt werden könnte. Die Zukunft der Christen in der arabischen Welt stand im Zentrum der Debatten und die Palästinenserfrage wurde als Quelle des Nah-Ost-Konflikts beurteilt.

Nicht weniger als 120 Bischöfe des Nahen Ostens trafen sich in Harissa, Libanon, zum Kongress der katholischen Patriarchen und Bischöfe des Nahen Ostens. Das Treffen wurde von der CPCO (Council of Oriental Catholic Patriarchs) und der APECL (Assembly of Patriarchs and Bishops of Lebanon) organisiert. Für Seine Exzellenz, Bischof Marcuzzo, Bischofsvikar für Israel, „stellte dieser Kongress die Möglichkeit dar, eine Gewissenserforschung der vergangenen Jahre, besonders seit dem 1. Kongress1999, zu machen und so festzustellen, was bereits geschehen ist und was noch nicht verwirklicht worden ist. Der Kongress hat uns besonders geholfen, einige – im Geist der besonderen Bischofssynode von 2010 und des Apostolischen Schreibens „Die Kirche im Nahen Osten“ – absolut notwendige Prioritäten zu beleuchten, die zu leben sich jede Kirche besonders verpflichten muss: die Bibel, die Ausbildung, die Arbeit der Gemeinschaft auf allen Ebenen, die Mittel der sozialen Kommunikation, die Inkarnation unserer Anwesenheit in unserer Kultur und unsere Herausforderungen im Nahen Osten.“

In diesem Zusammenhang wurden zwei Dokumente offiziell von den Bischöfen anerkannt, die die politischen und sozialen Fragen und natürlich auch die humanitäre Frage im gegenwärtigen Kontext des Arabischen Frühlings betreffen.

Das erste Dokument – ein Communiqué – sammelt einige konkrete Empfehlungen, wie die Lehren, die im Post-Synodalen Apostolischen Schreiben „Ecclesia in Medio Oriente“ (Die Kirche im Nahen Osten), das Benedikt XVI den Bischöfen der Region und ihren Kirchen während seines Apostolischen Besuchs im Libanon vergangenen September gegeben hat, enthalten sind, in jeder Dimension des individuellen und gemeinschaftlichen Lebens umgesetzt werden können.

Die Moslems sind eingeladen, die Freiheit der Christen im Osten zu garantieren

Das zweite Dokument – ein Aufruf – , unterzeichnet von den Teilnehmern der Versammlung, ist gemäß den Worten von Seiner Exzellenz, Bischof Marcuzzo, „ein echter Aufschrei von Leid und ein Alarm“, gerichtet an die Internationale Gemeinde und an alle Menschen guten Willens, und berührt drei fundamentale Punkte:

Der erste Punkt beleuchtet die Dringlichkeit, eine gerechte und friedliche Lösung für die Palästinenserfrage zu finden, die als die Quelle aller Konflikte in dieser Region betrachtet wird;

Der zweite Punkt besteht in einem dringenden Appell, alles Mögliche zu tun, um die Konflikte und die Gewalt, die das Leben in der Region belasten, zu einem Ende zu bringen. Er zeigt einige Wege der Versöhnung und des Friedens auf, die Freiheit für alle und Schutz ihrer Menschenwürde garantieren. Der Aufruf bezieht sich eindeutig auf das syrische Chaos;

Der dritte Punkt legt Betonung auf die Stellung der Christen im Nahen Osten. Die Führer der Kirchen sind aufgerufen, ihre Gemeinschaft und die volle Zusammenarbeit zu intensivieren, um die Ausdauer und Kontinuität der einheimischen, aktiven und effektiven Christen im Herz der arabischen Gesellschaft zu fördern. Der Aufruf richtet sich in diesem Punkt auch an Moslems und fordert sie auf, die vollen Rechte ihrer christlichen Mitbürger zu garantieren und die gemeinsame und geteilte Bürgerschaft anzuerkennen. Die Stellung der Christen dieser Region wurde behandelt.

Seine Exzellenz Bischof Marcuzzo betonte, dass jetzt, wo der Kongress zu Ende ist, von einem praktischen Standpunkt aus die einzelnen Diözesen an der Reihe sind. Der Kongress beschloss, die Strukturen der Gemeinden und ihrer Sekretariate zu stärken, indem sie besser auf alle Notwendigkeiten der Zusammenarbeit reagieren, die im Nahen Osten entstehen. Die Patriarchate und Diözesen sind verpflichtet, dasselbe auf jeder Ebene für jedes Land zu tun“. Die Situationen sind sicher verschieden von Land zu Land, von Diözese zu Diözese, wie die Interventionen von S.E. Bischof Marcuzzo zur Situation der Kirche in Israel bezeugen(siehe Text hier) oder die von S.E. Erzbischof Lahham zur Situation der Kirche in  Jordanien (siehe Text hier).

Christophe Lafontaine