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Gepostet on 12 Dez 2012 in Lokalnachrichten, Politik und Gesellschaft

König Abdallah von Jordanien empfäng Kardinal Edwin O’Brien

König Abdallah von Jordanien empfäng Kardinal Edwin O’Brien

AMMAN – Seine Königliche Hoheit Abdallah II. empfing am Sonntag, den 2. Dezember, Kardinal Edwin O’Brien, Großmeister des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. In Begleitung des Lateinischen Patriarchen Fouad Twal besprach der Kardinal mit dem König die derzeitig schwierige Lage im Nahen Osten. Eine beunruhigende Einschätzung.

Seine Seligkeit Patriarch Fouad Twal stellte dem König Kardinal O’Brien vor, und erinnerte dabei an die unterstützende Rolle des Ritterordens vom Heiligen Grab für die Institutionen des Lateinischen Patriarchats und die christlichen Gemeinden im Heiligen Land.

Kardinal O’Brien überreichte dem Souverain von Jordanien die besten Segenswünsche von Papst Benedikt XVI., der die Anstrengungen des Königs, die Stabilität im Nahen Osten zu wahren, die religiöse Freiheit zu verteidigen und die Heiligen Stätten zu schützen, sehr schätzt. Der König versicherte ihm, dass die religiöse Pluralität in Jordanien immer respektiert werde.

Während des Gesprächs informierte der König den Kardinal über die derzeitige politische Situation im Nahen Osten. Er sprach über Syrien, Ägypten und schließlich auch über die Demonstrationen in Jordanien und erklärte dem Kardinal, diese gingen von den Moslembrüdern aus, die von der ökonomischen Krise profitierten. „Trotz der eingeleiteten Reformen gibt es weiterhin Menschen, denen die neuen Maßnahmen nicht ausreichen. Daher machen wir uns gemeinsam mit dem König um sein Land Sorgen, das zwischen einem drohenden Iran und einem Ägypten liegt, welches dabei ist, seine Revolution zu verraten.”

Nach diesem Treffen mit dem Kardinal empfing der König Mahmoud Abbas, der gerade von den Vereinten Nationen zurückgekehrt war. Abdallah II hatte sich sehr dafür eingesetzt, dass der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde erneut den Dialog mit Israel fortsetzt und Israel unter keinen Umständen den Siedlungsbau vorantreibt.

Christophe Lafontaine