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Gepostet on 10 Dez 2012 in Aktuelles aus der Diözese, Diözese

Treffen der Direktoren der christlichen Schulen von Palästina und von Jerusalem

Treffen der Direktoren der christlichen Schulen von Palästina und von Jerusalem

DSC01502RAMALLAH – Am Dienstag, den 4. Dezember 2012, fand in der Patriarchatsschule in Ramallah ein Treffen aller Direktoren der christlichen Schulen von Palästina und Jerusalem statt.

Unter den Teilnehmern waren der melkitische Bischof von Jerusalem Jules Joseph Zerey, der Generalsekretär der christlichen Schulen von Palästina und Jerusalem P. Faysal Hijazen, der dieses Treffen organisiert hatte, der Generalsekretär des Bildungsministeriums Dr. Jihad Zakarné, der Referent im Ministerium für Bildung Omar Anbar und der Leiter der Privatschulen Mohamad Abed.

Zu Beginn sprachen der melkitische Bischof Jules Joseph Zerey und Schwester Virginie, Leiterin des Büros für Katechismus.

Bischof Jules Joseph Zerey sprach in seiner Rede die bildungsrelevanten Punkte des „Apostolischen Schreibens für die Kirchen im Nahen Osten“ von Papst Benedikt XVI. an, und hob die Aufgabe der christlichen Schulen hervor „in der Gesellschaft für alle ein Zeichen der Liebe zu sein“. Die Direktoren ermutigte er, Zeugen des Glaubens zu sein.

Schwester Virginie stellte das Kursbuch zur christlichen Religionslehre für die Oberstufe vor, das dem Ministerium zur Anerkennung vorliegt. Sie wiederholte ihre Forderung, die christliche Religion als Prüfungsfach im Abschlussexamen zuzulassen, so wie es auch das Unterrichtsfach Islam ist. Die Direktoren schlossen sich dieser Forderung an.

56 christliche Schulen

In der zweiten Hälfte des Treffens konnten Fragen an das Bildungsministerium gestellt werden. P. Faysal Hijazen unterstrich die Bedeutung des Generalsekretariats der christlichen Schulen, und wies darauf hin, dass dieses Jahr 25.000 christliche und moslemische Schüler die 56 christlichen Schulen besuchen und 2.000 Lehrer an ihnen lehren. Er erinnerte daran, dass die christlichen Schulen seit Jahrhunderten in diesem Land präsent sind und forderte, dass das Ministerium das Generalsekretariat, das 1993 vom Rat der katholischen Bischöfe gegründet worden war, als Vertreter aller christlichen Schulen anerkennt.

Pastor Ibrahim Nayrouz sprach über die Geschichts- und Arabischlehrbücher, die von der palästinensischen Autonomiebehörde herausgegeben werden: er bemängelte die Leugnung der christlichen Präsenz bzw. ihre Verzerrung. Er bat darum, diese neu zu schreiben, um ein echtes Zusammenleben zwischen Christen und Muslimen zu fördern, wo jeder die Religion des anderen respektiert.

Eine unentbehrliche Hilfe für das Ministerium

Dr. Zakarne unterstrich einerseits die Bedeutung der christlichen Schulen, indem er ihre Geschichte und ihren wichtigen Platz im Bildungsministerium bezeugte und deutlich hervorhob, dass sie eine unentbehrliche Hilfe für das Ministerium seien. Er veranschaulichte dies bildlich in einem Regenbogen, der aus Christen und Muslimen zusammengesetzt ist. Andererseits wies er darauf hin, dass die Schulbücher neu aufgearbeitet werden müssten und die genannten Hinweise in Betracht gezogen werden sollten. Diese sind auch in dem Buch von P. Peter Madros „l’Histoire maître de la vie“ nachzulesen.

Danach wurden die Fragen der Direktoren von den verschiedenen Persönlichkeiten beantwortet. Sie sprachen sich nochmals für eine engere positive Zusammenarbeit zwischen den christlichen Schulen und dem Bildungsministerium aus.

Abschließend dankte der Direktor der christlichen Schulen, P. Faysal, allen Anwesenden für ihre Teilnahme und überreichte jedem eine Kopie des Apostolischen Schreibens, des Briefes zum Jahr des Glaubens und die beiden Texte von P. Peter MadrosHistoire des chrétiens en Palestine durant les premiers siѐcles(Die Geschichte der Christen in Palästina in den ersten Jahrhunderten) und „L’Histoire maître de la vie“ (Geschichte als Lehrer des Lebens).

P. Faysal Hijazen