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Gepostet on 10 Dez 2012 in Dialog

Eröffnung der zweiten Generalversammlung der katholischen Patriarchen und Bischöfe des Nahen Ostens

Eröffnung der zweiten Generalversammlung der katholischen Patriarchen und Bischöfe des Nahen Ostens

BEIRUT – Am Montag, den 3. Dezember 2012, ist im Haus Bethanien von Harissa (im Libanon) die zweite Generalversammlung aller katholischen Patriarchen und Bischöfe des Nahen Ostens eröffnet worden. Dieser Kongress, der von der Versammlung katholischer Patriarchen im Nahen Osten und der Versammlung der Patriarchen und Bischöfe im Libanon organisiert wird, zählt etwa 120 Teilnehmer.

Unter den 120 Mitgliedern – davon waren vier Patriarchen und drei Vertreter von Patriarchen aus gesundheitlichen bzw. persönlichen Gründen abwesend –  77 Bischöfe aller Riten, 14 Superioren und Superiorinnen aus dem  Libanon und 21 Experten, Referenten und Sekretäre. Auch der Apostolische Nuntius im Libanon, Erzbischof Gabriele Caccia, nahm am Eröffnungsgebet teil und überreichte eine Botschaft mit Segenswünschen.

Das Lateinische Patriarchat wird von folgenden vier Geistlichen repräsentiert: Weihbischof Giacinto-Boulos Marcuzzo, Patriarchalvikar für Israel, Erzbischof Maroun Lahham, Patriarchalvikar für Jordanien, der auch den Patriarchen Fouad Twal vertritt, Pfarrer Evanzio Herrera Diaz, Patriarchalvikar für Zypern und Pfarrer Rafiq Khoury, Professor am Seminar von Beit Jala.

Das Heilige Land wird unter anderem vom melkitischen Erzbischof von Akko, Elias Shakour, vom melkitischen Erzbischof von Petra und Philadelphia Yasser Ayyash, vom maronitischen Erzbischof für Haifa, Jerusalem und Amman, Moussa Hage und vom maronitischen Erzbischof für Zypern Joseph Soueif vertreten.

Die Lateinische Arabische Bischofskonferenz wird neben den Mitgliedern des Patriarchats  auch vom apostolischen Vikar des Libanon Paul Dahdah, vom Erzbischof von Bagdad Jean Sleiman, und vom apostolischen Vikar für die Arabischen Emirate und den Süden Arabiens Weihbischof Paul Hinder repräsentiert.

Wie kann das Apostolische Schreiben heute in unseren Kirchen des Nahen Ostens umgesetzt werden?

Die erste Generalversammlung im Jahr 1999 im libanesischen Wallfahrtsort Notre-Dame du Mont au Liban hatte zum Thema „Die Orientalischen Katholischen Kirchen auf der Schwelle zum dritten Jahrtausend“. Mehr als 200 Personen hatten damals daran teilgenommen. Auf dieser zweiten Generalversammlung fehlen die Bischöfe der Diaspora, die dieses Jahr schon mehrmals im Libanon gewesen waren, auch die Bischöfe der Regionalen Bischofskonferenz für Nordafrika (CERNA) und die höchsten Superioren und Superiorinnen des gesamten Nahen Ostens. Dreizehn Jahre nach der ersten Generalversammlung ist es interessant, die zahlreichen Veränderungen in unseren orientalischen Kirchen festzustellen.

Das Thema dieser zweiten Versammlung lautet „Wie kann man das päpstliche Schreiben Ecclesia in Medio Oriente in unseren orientalischen Kirchen in der jeweiligen aktuellen Situation jedes Landes anwenden? Die Reflexion, der Austausch und das Programm der Patriarchen und Bischöfe konzentrieren sich auf sieben Punkte: die Kirche des Nahen Ostens, der Dienst des Wortes, der Dienst der Nächstenliebe, die Familie, die kirchliche Kommunion, der interreligiöse Dialog, die politischen Veränderungen im Nahen Osten.

Der Arbeitsplan des Kongresses, das am Abend des 5. Dezember enden wird, sieht vier Sitzungen pro Tag vor, wobei sich jede mit einem der sieben Themenbereiche befasst. Jedes Thema wird durch zwei Vorträge von Experten erläutert und anschließend diskutiert. Zum Ende des Kongresses soll eine Botschaft an die Gläubigen und eine Pressemitteilung verfasst werden, und praktische Vorschläge und Empfehlungen von einem Kommittee ad hoc zusammengestellt werden, welches den weiteren Verlauf und die Umsetzung sichern soll.

Alle Teilnehmer halten einheitlich fest: Wir haben genügend Dokumente und es wurde alles besprochen. Nun ist es an der Zeit, dies gemeinsam umzusetzen.

Von unserem Korrespondenten im Libanon

p.s. Um das detaillierte Programm der Generalversammlung zu verfolgen ici.