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Gepostet on 16 Nov 2012 in Lokalnachrichten, Politik und Gesellschaft

Bischof von Jerusalem beklagt neue israelisch-palästinensische Gewalt

Bischof von Jerusalem beklagt neue israelisch-palästinensische Gewalt

Jerusalem, Israel, 16. November 2012 / 04:09 (CNA). Ein Bischof aus dem Lateinischen Patriarchat  von Jerusalem beklagt inmitten erneuerter Militäraktionen zwischen Israel und dem Gazastreifen  den “Teufelskreis der Gewalt.”

William Shomali, Weihbischof für Jerusalem des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem, äußerte am 15. November gegenüber Radio Vatikan, es sei derzeit schwer einzuschätzen, wer mit der  Gewalt begonnen habe, “da jeder den anderen beschuldigt.” “Was stimmt ist, dass es viele Opfer geben wird. Unschuldige Menschen sterben,” und er fügte hinzu, dass viele Menschen auf beiden Seiten der Kämpfe hungrig sind und Schüler nicht zur Schule gehen können. “Das Leben wird so  unmöglich in der Region,” sagte er.

Die Raketenangriffe der letzten Wochen auf Israel seitens militanter Palästinenser aus Gaza haben die Vergeltungsmaßnahmen in Form von Luftangriffen seitens des israelischen Militärs geführt. Am 14. November startete Israel eine Offensive, die den  Oberbefehlshaber der Hamas Ahmed Jabari getötet und mehrere Dutzend Raketenwerfer zerstört hat. Militante Palästinenser rächten sich mit mehr als 200 Raketenabschüssen  auf das Gebiet um Tel Aviv. Die Angriffe reichten weiter hinein in die Stadt als je zuvor, war aus der Presse zu entnehmen. Schließlich wurden in zwei Tagen mindestens 15 Palästinenser getötet und fast 200 verwundet.

Es sind die heftigsten Kämpfe seit vier Jahren und sie könnten zu einer Bodeninvasion Israels in den  Gazastreifen führen. Bischof Shomali forderte die Christen auf, für die Leidtragenden zu beten  und sich für humanitäre Hilfe für die Opfer einzusetzen. “Diese Menschen brauchen nicht  nur unsere Gebete, sie brauchen unsere Hilfe,”sagte er. Das Lateinischen Patriarchat von Jerusalem selbst äußerte seine “tiefe Besorgnis” über die Eskalation zwischen Palästinensern und Israelis.

“Gewalt wird die  Krise nicht lösen”, sagte er am 15. November und rief zu einer “internationalen Lösung” auf.  Das Patriarchat bekundet seine Solidarität mit den Opfern und versichert ihnen, dass sie “im Zentrum seiner Gedanken und Gebete” stünden.  Es betet außerdem dafür, dass die Verantwortlichen im Konflikt “dem Hass nicht nachgeben mögen.”

Quelle: dfwcatholic.org