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Gepostet on 13 Nov 2012 in Dialog, Interreligiöser Dialog

Die Kommission für die Beziehungen zu den Juden trifft sich in Bethlehem

Die Kommission für die Beziehungen zu den Juden trifft sich in Bethlehem

Die Kommission für die Beziehungen zu den Juden der Versammlung der Katholischen Ordinarien des Heiligen Landes trafen sich vom 09. – 10. November in Bethlehem.

Die acht Mitglieder der Kommission, die die verschiedenen katholischen Kirchen und  Einrichtungen vertreten, sind:

P. David Neuhaus (Vorsitzender des Ausschusses und Vertreter der Versammlung)

P. Johannes Bshouti (griechisch katholischer Pfarrer in Jdeideh)

P. Rafiq Nahra (aus dem Vikariat für die Hebräisch sprechenden Katholiken)

P. Badie Elias (Franziskaner)

Diakon Sobhi Makhoul (Administrator des maronitischen Patriarchats in Jerusalem)

Sr. Reem Obeid SJA (Vertreterin der religiösen Orden)

Frau Margaret Karam (der Focalaren)

Herr Wadi Abu Nassar (aus dem Lateinischen Patriarchat von Jerusalem)

Das Treffen fand im Haus  der Betharram Väter in Bethlehem, dank der großzügigen Einladung von Pater Pietro Felet, Sekretär der Versammlung, statt.

Es begann am Freitag Morgen mit einem Vortrag von Seiner Seligkeit des Lateinische Patriarchen Emeritus von Jerusalem, Erzbischof Michel Sabbah. Seine Seligkeit erklärte den lokalen Kontext des Dialogs mit dem jüdischen Volk und die komplexen Probleme, die in diesem Dialog behandelt werden müssen. Dabei hat er ein praktisches Programm für den Dialog auf drei Ebenen vorgeschlagen: der Dialog mit den lokalen Juden in Israel, eine theologische Reflexion innerhalb der universalen katholischen Kirche und die Ausbildung von lokalen Christen über Juden und das Judentum.

Der Nachmittag und der Abend wurden dem Erleben der jüdischen Liturgie gewidmet. Pfarrer Rafic Nahra bot eine Einführung in die jüdische Liturgie, die sich auf das Freitag Abend Gebet in der Synagoge konzentrierte, an. Nach dieser Einführung haben sich die Mitglieder der Kommission zur Kol HaNeshama Synagoge in West-Jerusalem begeben, um dort am Freitag Abend Gebet teilzunehmen. Dabei wurden sie von Rabbi Levi Weiman-Kelman, einem bekannten und aktiven Teilnehmer am Dialog mit der Kirche und engagierten Kämpfer für den Frieden, herzlich begrüßt.

Der Samstag Vormittag wurde einer langen Diskussion über das, was jüdische Identität ausmacht, gewidmet. Die Diskussion konzentrierte sich dabei auf die komplizierten und komplexen Beziehungen zwischen den verschiedenen Elementen, aus denen die moderne jüdische Identität besteht: die Religion, die historische Erfahrung, die  Ethnizität und der moderne Nationalismus.

Am Ende der Sitzung vom Wochenende, haben die Mitglieder der Kommission ihr Engagement für ihre weitere Arbeit bestätigt: die Förderung des Bewusstsein der Bedeutung dieser Frage unter den lokalen Christen, Beratung der Katholischen Ordinarien bezüglich der Beziehungen zwischen Juden und Christen im besonderen Rahmen des Heiligen Landes.

Quelle: Vikariat für die Hebräisch sprechenden Katholiken in Israel