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Gepostet on 12 Nov 2012 in Dialog, Interreligiöser Dialog, Ökumenismus

Ökumenisches Institut Tantur: 40 Jahre Dialog

Ökumenisches Institut Tantur: 40 Jahre Dialog

TANTUR – Das Ökumenische Institut Tantur feierte sein 40jähriges Jubiläum und organisierte ein zweitägiges Seminar unter dem Motto: Hoffnung auf Einheit: die Ökumene heute leben. Ausgezeichnete Vorträge und die Anwesenheit von 126 Teilnehmern, darunter der Patriarchalvikar von Jerusalem, Bischof William Shomali, bestätigen, dass Tantur eine Referenz für interreligiösen Dialog ist und es auch weiterhin bleiben wird.

Am 26. und 27. Oktober versammelten sich mehr als 100 Gäste im Tanturinstitut nahe Jerusalems, um das 40jährige Bestehen dieses international bekannten ökumenischen  Instituts zu feiern. Seit seiner Gründung im Jahr 1972, auf Anregung des damaligen Papstes Paul VI.  und in Übereinstimmung mit den Erwartungen vieler Zeugen des Zweiten Vatikanischen Konzils, ist das Institut zum Referenzpunkt für all diejenigen geworden, die am interreligiösen Dialog beteiligt sind.

Seit 2010 wird das Institut von Vater Timothy S. Lowe, einem Priester der orthodoxen Kirche, geleitet. Er hatte das Amt von dem katholischen Pfarrer John I. Jenkins übernommen, da das Institut den Wechsel von Direktoren verschiedener Denominationen vorsieht. Die Mission von Tantur, so fasst es Vater Timothy S. Lowe zusammen, „besteht darin, Wissenschaftler und Theologen aller christlichen Traditionen zusammenzubringen, um Probleme, die uns trennen, hier gemeinsam zu studieren, zu diskutieren und zu lösen“. Tantur blieb seiner Mission treu. Tausende von Menschen haben in diesem Institut studiert, gearbeitet und das Leben seiner Kommunität geteilt. Die bezeichnende Lage von Tantur, zwischen Jerusalem und Bethlehem, an der Kreuzung verschiedener Kulturen, läßt uns an diesem Geschehen teilhaben. „Tantur bringt nicht nur Christen zusammen“, fügt Vater Timothy hinzu, „sondern steht auch dem Dialog zwischen Muslimen, Juden und Christen offen, um Gerechtigkeit und Frieden in diesem Land zu unterstützen“.

Ökumenismus und interreligiöser Dialog

Auf dem Programm standen eine Anzahl von Vorträgen zu ökumenischem Dialog und zum lokalen politischen Zusammenhang  (das Programm here). Bischof Shomali kennt das Tanturinstitut seit 40 Jahren und lobt dessen großartige Bemühungen. „Seine Kontinuität ist ein Zeichen seiner besonderen Bedeutung für die Kirche“.

Tantur morgen?

Auf die Frage an Vater Timothy bezϋglich seiner Vision zur Zukunft des Instituts, im Rückblick auf die vergangenen 40 Jahre, erklärt uns der Direktor: „Tantur wird ein Treffpunkt für Wissenschaftler, Lehrer, Klerus und Laien bleiben, die an der Einheit der Christen arbeiten“. Er hofft, das Institut möge weiterhin denjenigen dienen, die im Sinne des Ökumenismus forschen, diskutieren, lehren, schreiben und arbeiten. „Es muss ein Ort der Hoffnung und Vision für die Zukunft der Kirche in all ihren Traditionen bleiben, auch fϋr Israelis und Palästinenser, die daran arbeiten, in diesem komplexen Land Brücken zu bauen“.

Amélie de La Hougue