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Gepostet on 2 Nov 2012 in Lokalnachrichten, Politik und Gesellschaft

Abschlussgottesdienst der Synode: der Nahe Osten ist nicht vergessen

Abschlussgottesdienst der Synode: der Nahe Osten ist nicht vergessen

VATIKANSTAAT – Eine der Fürbitten in der Abschlussmesse der Synode für die Neuevangelisierung wurde in arabischer Sprache für den Frieden in Syrien und im Nahen Osten gelesen. Diese Fürbitte schließt sich dem Wunsch des Hl. Vaters  an, so bald wie möglich eine Delegation von Synodevätern nach Syrien zu schicken.

Möge die Gnade unseres Herrn die Gedanken und Friedenspläne für Syrien und die Länder des Nahen Ostens inspirieren. Möge sie die Opfer trösten, den Flüchtlingen Hoffnung schenken, und all denen, die den Weg der Solidarität und des Dialogs gehen, Mut geben.“ Am Sonntag, den 28. Oktober, beteten alle Synodeväter gemeinsam für diese Intention.

Eine Intention, die sich der erstmaligen Initiative des Hl. Vaters anschließt, eine Delegation von Synodevätern nach Damaskus zu entsenden, um die Solidarität der Katholischen Kirche zu bekräftigen. „Diese Initiative“, so der Staatssekretär Kardinal Bertone am Dienstag, den 23. Okober vor der Synode, „hat nicht nur hier oder in Syrien, sondern auch auf internationaler Ebene große Zustimmung gefunden. Trotz der schwerwiegenden Ereignisse im Nahen Osten in diesen vergangenen Tagen haben wir an der Vorbereitung dieser Mission weitergearbeitet. Wir können dieser Tragödie, wie sie sich derzeit in Syrien abspielt, weiterhin bloß zusehen“, fügte er hinzu, denn für ihn ist es eindeutig, dass nur eine politische Lösung die derzeitige Krise beenden kann.

Verspäteter Besuch

Es war vorgesehen, dass die Delegation nach Abschluss der Synode Damaskus erreicht. Aber die Art und Weise, der Zeitplan und die Zusammensetzung der Delegation müssen aufgrund der „Ernsthaftigkeit der Lage“ noch präzisiert werden. Papst Benedikt XVI. hatte erst kürzlich auf seiner Reise in den Libanon auf den Konflikt in Syrien aufmerksam gemacht, indem er die Internationale Gemeinschaft aufgerufen hatte, nach tragfähigen Lösungen für diesen Konflikt suchen, der laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte (OSDH) seit Beginn des Aufstandes gegen das Regime Mitte März 2011 schon an die 34.000 Tote, größtenteils Zivilisten, gefordert hat.

Die Gewalttaten wollen nicht enden und werden immer schlimmer. Damaskus war am Dienstag zum ersten Mal seit Beginn der Krise vor 19 Monaten Zielscheibe eines Angriffs eines Bombenflugzeugs auf ein Stadtviertel der Rebellen.

Christophe Lafontaine