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Gepostet on 29 Okt 2012 in Aktuelles aus der Diözese

200.000 Euro aus Frankreich für die Geburtskirche

200.000 Euro aus Frankreich für die Geburtskirche

Frankreich hat eine Summe von 200.000 Euro für die Vollendung der Restaurierungsarbeiten an der Basilika von Betlehem zur Verfügung gestellt.

Der französische Generalkonsul Frédéric Desagneaux und der Berater des Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde für christliche Angelegenheiten, Ziyad Al Bandak, unterzeichneten am Mittwoch, den 17. Oktober, in der Muqatah in Ramallah ein Finanzierungsabkommen in Höhe von 200.000 Euro zwischen Frankreich und der Palästinensischen Autonomiebehörde. Die Summe dient der Restaurierung eines Teils der Geburtskirche, die als eine der ältesten Kirchen der Welt seit 2008 auf der Liste der einhundert meist gefährdeten Kulturdenkmäler und seit dem 29. Juni 2012 auf der Liste des Weltkulturerbes der Unesco steht.

Mit dieser finanziellen Unterstützung können die Kosten für die Reparaturen am Dach gedeckt werden. Frankreich möchte hiermit die Palästinensische Autonomiebehörde konkret in der Erhaltung eines wichtigen historischen Denkmals des palästinensischen und weltlichen religiösen Kulturerbes unterstützen. In einer Mitteilung an Jerusalem unterstreicht der Generalkonsul Frankreichs die einzigartige Rolle, die die Geschichte der Kirchen und christlichen Gemeinden im Heiligen Land der französischen Republik vererbt hat.

Dringend notwendige Reparaturen

Die Restaurierungsarbeiten sind auf keinen Fall Luxus, wenn man den besorgniserregenden aktuellen Zustand des Bauwerks betrachtet. Die Balken des Gerüsts sind seit 200 Jahren nicht mehr erneuert worden und daher schwer beschädigt. Das Wasser, das in das Gebäude eindringt, beschleunigt nicht nur die Abnutzung, sondern zerstört auch die Gemälde und Mosaike aus der Kreuzfahrerzeit. Die Wassereinlagerungen erhöhen zudem die Brandrisiken  elektrischen Ursprungs. Sollte es nochmals ein Erdbeben des gleichen Ausmaßes wie das von 1834 geben, wäre das Resultat verheerend…

Man kann sich nur wünschen, dass die Geste Frankreichs auch andere Länder Europas dazu bewegen wird, sich an der Restaurierung dieses symbolträchtigen Denkmals der Christenheit zu beteiligen.

Laurent Charnin