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Gepostet on 26 Okt 2012 in Projekte, Realisierte

Aboud: Eine Kapelle für die Rosenkranz-Schwestern

Aboud: Eine Kapelle für die Rosenkranz-Schwestern

ABOUD – Dank der Bemühungen des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem und den Spenden des Ritterordens vom Heiligen Grabe konnte für die Rosenkranzschwestern von Aboud (in der Nähe von Ramallah) ein Haus mit einer neuen Kapelle renoviert werden.

Fünf Monate Arbeit waren nötig, um es den Schwestern zu ermöglichen, ihre wichtige Aufgabe mit den Christen vor Ort weiterführen zu können. Seit 1911 befinden sich die Rosenkranzschwestern in Aboud, einem 22 km nordwestlich von Ramallah und 30 km nördlich von Jerusalem gelegenen palästinensischen Dorf. Heute führen die beiden aus Palästina und Jordanien stammenden Schwestern Nadia und Eva das Haus. Vor fünf Jahren haben sie ihre Vorgängerinnen abgelöst und spielen hier im Dorf eine wichtige Rolle in der Seelsorge.
Gemeinsam mit der Bewegung „Legio Maria“ besuchen die Schwestern mit besonderem Augenmerk auf ältere Frauen die christlichen Familien und unterrichten Kinder und Jugendliche in der lokalen Schule, was eine heikle Mission und Herausforderung darstellt, da die Mehrzahl der Schüler Muslime (70 Christen unter 150 Muslimen) sind. Schwester Eva verschweigt nicht, dass sich deren Zahl noch erhöhen wird, da muslimische Familien im Durchschnitt mehr Kinder haben als die christlichen. Daher ist es außerordentlich wichtig, die brüderlichen Beziehungen zwischen den beiden Gemeinschaften pflegen und die Jugendlichen zu Respekt beider Religionen zu erziehen.

Die erforderlichen Arbeiten

Die beiden Schwestern leben in dem Haus, das die Gemeinschaft bei ihrer Ankunft vor mehr als einem Jahrhundert gewählt hatte. Es wurde 1911 erbaut und diente, bevor die Schwestern dort einzogen, als Pfarrhaus und Kindergarten. Da es seitdem nicht renoviert wurde, war es umso dringlicher, jetzt einzugreifen. Somit begann das Lateinische Patriarchat, dank der Spenden des Ritterordens vom Heiligen Grabe, Anfang Mai mit den Renovierungsarbeiten in den wichtigsten Räumlichkeiten des Hauses, wie der Küche, dem Büro und dem Wohnzimmer. Dabei wurden auch die elektrischen Leitungen erneuert, eine neue Freifläche geschaffen und ein Zimmer erneuert, das nun als Kapelle dient. Das Projekt konnte Mitte August zum größten Teil abgeschlossen werden, jetzt geht es noch um kleine Verbesserungen. Nun können die Schwestern in einer gesunden und sicheren Umgebung wohnen.

Amélie de La Hougue

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