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Gepostet on 23 Okt 2012 in Dialog, Versammlung der katholischen Ordinarien

ACOHL: “Es besteht keine Vereinbarung zwischen der Kirche und den israelischen Behörden bezüglich des Mauerbaus im Tal von Cremisan”

ACOHL: “Es besteht keine Vereinbarung zwischen der Kirche und den israelischen Behörden bezüglich des Mauerbaus im Tal von Cremisan”

Pressemitteilung: Die Versammlung der Katholischen Ordinarien des Heiligen Landes verurteilt die geplante Route der Trennmauer im Tal von Cremisan. 

Die angeordnete Beschlagnahme betrifft das Dorf  Al Walaja und 58 christliche Familien aus Beit Jala, deren Lebensunterhalt von diesem Land abhängt. Des weiteren  sind die beiden lokalen Salesianergemeinschaften betroffen,  deren seelsorgerische Arbeit für die lokale Gemeinde dadurch behindert wird.

Falls die lokale Gemeinde von dem Cremisan Tal abgeschnitten wird, wird sie eines ihrer  letzten großen landwirtschaftlichen und für Freizeitaktivitäten geeigneten Gebiete sowie eine der wichtigsten Wasserquellen für die Bauern verlieren. In der Tat ist das Land von Cremisan die grüne  Lunge für die Bevölkerung von Bethlehem. Außerdem werden die 450 Kinder, die die Schule der Don-Bosco-Schwestern besuchen, wie in einem Gefängnis unterrichtet werden müssen, umgeben von militärischen Sperren und Checkpoints.

Am 9. Juli 2004 befand der Internationale Gerichtshof die Trennmauer für völkerrechtswidrig. Die Versammlung der Katholischen Ordinarien vertrat den gleichen Standpunkt. Daher beauftragten wir die St. Yves Society damit, gegen die Militärbehörden gerichtlich vorzugehen.

Der geplante Bau der Mauer wird noch mehr Druck für die in Bethlehem verbliebenen Christen bedeuten. Ohne ein Einkommen und eine Zukunft für ihre Kinder werden noch mehr Menschen die Entscheidung treffen, das Heilige Land zu verlassen.

Die Katholischen Ordinarien streiten die Existenz jeglicher expliziter oder impliziter Vereinbarung zwischen dem Vatikan, der lokalen Kirche und den israelischen Behörden, den Bau dieser illegalen Mauer betreffend, ab und fordern den Staat Israel eindringlich dazu auf, von dem Plan, das Tal von Cremisan von Bethlehem zu trennen, Abstand zu nehmen.

23. Oktober 2012

 

+Fouad TWAL
Lat. Patriarch von Jerusalem
Präsident, A.C.O.H.L.

+Giorgio LINGUA
Apostolischer Nuntius für Jordanien

Rt Rev. Waldemar S. SOMMERTAG
Diplomatischer Geschäftsträger der Apostolischen Nuntiatur für Israel

+Michel SABBAH
Emeritierter Lateinischer Patriarch von Jerusalem

+Elias CHACOUR
Melkitischer Katholischer Erzbishof von Akka
Vizepräsident, A.C.O.H.L.

+Yaser Al-AYYASH
Melkitischer Katholischer Erzbischof von Petra und Philadelphia (Amman)

+Mussa El-HAGE
Maronitischer Erzbischof von Haifa und dem Heiligen Land
Maronitischer Patriarchalvicar für Jerusalem

+Joseph SOUEIF
Maronitischer Erzbischof von Cyprus

+Boutros MOUALLEM
Emeritierter Melkitischer Katholischer Erzbischof von Akka

+Gregoire Pierre MELKI
Syrischer Katholischer Exarch von Jerusalem

+Joseph Jules ZEREY
Melkitischer Patriarchalvikar von Jerusalem

+Maroun LAHHAM
Lateinischer Patriarchalvikar für Jordanien

+Giacinto-Boulos MARCUZZO
Lateinischer Patriarchalvikar für Israel

+William SHOMALI
Lateinischer Patriarchalvikar für Jerusalem and Palästina

+Kamal-Hanna BATHISH
Emeritierter Lateinischer Weihbischof

+Selim SAYEGH
Emeritierter Lateinischer Weihbischof

Msgr. Joseph KELEKIAN
Armenischer Katholischer Exarch von Jerusalem

Very Rev. Pierbattista PIZZABALLA, O.F.M.
Kustos des Heiligen Landes

Rev. David NEUHAUS, S.J.
Patriarchalvikar für hebräischsprechende Katholiken in Israel

Rev. Evencio HERRERA DIAZ, O.F.M.
Lateinischer Patriarchalvikar für Zypern

Rev. Raymond MOUSSALLI
Patriarchalvikar in Jordanien für Chaldäer

Rev. Pietro FELET, scj
Generalsekretär