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Gepostet on 16 Okt 2012 in Aktuelles aus der Diözese, Diözese

Christen erneut Zielscheibe religiöser Intoleranz

Christen erneut Zielscheibe religiöser Intoleranz

Jerusalem – Erneut wurde eine christliche Kirche in Jerusalem Opfer religiösen Vandalismus. Diesmal traf es die rumänisch-orthodoxe Kirche St. Georg am Rande des jüdisch-orthodoxen Viertels Mea-Shearim.

AFP – Unbekannte warfen Steine, Flaschen und Abfälle auf eine christlich-orthodoxe Kirche in Jerusalem, ein neuer Akt des Vandalismus, dem in letzter Zeit mehrere christliche heilige Stätten in Israel zum Opfer gefallen waren, so die Meldung der israelischen Polizei.

Bei dem Überfall, der sich gegen die rumänisch-orthodoxe Kirche St. Georg  nahe des jüdisch-ultra-orthodoxen Wohnviertels Mea-Shearim richtete, wurde laut des Pressesprechers der Polizei, Louba Samri, niemand verletzt.

Das Eingangstor des Gebäudes wurde beschädigt, meldete der Pressesprecher. Die israelische Polizei habe Ermittlungen eingeleitet.

Dieser Vorfall ist der vierte infolge einer Reihe von Profanierungen christlicher sakraler Gegenstände bzw. katholischer Klöster der letzten Wochen, gegen die schon zahlreiche religiöse Vertreter und israelische sowie palästinensische Führungskräfte Protest eingelegt haben.

Letzte Woche war der franziskanische Konvent auf dem Zionsberg nahe des Coenaculums  (Abendmahlsaal), eines der bedeutendsten christlichen Orte der Jerusalemer Altstadt, mit Jesus-Beschimpfungen in hebräischer Sprache besprüht worden.

Am 4. September hatten mutmaßliche extremistisch-religiöse Israelis eine Tür des Latrun-Klosters nahe Jerusalem in Brand gesetzt und anti-christliche Parolen an die Wände geschmiert.

Die katholischen Bischöfe vom Heiligen Land haben ihre tiefe Bestürzung angesichts dieser Taten ausgedrückt und zu einer Erneuerung des Erziehungssystems in (israelischen) Schulen aufgerufen, wo immer noch religiöse Verachtung und Intoleranz gelehrt werden.

Die große Mehrheit der Rabbiner untersagt offiziell jede Art von Aggression gegenüber Christen und ihrer Institutionen, können jedoch die wiederholt auftretenden Überfälle junger Täter aus dem ultra-orthodoxen bzw. rechtsextremen Milieu nicht verhindern.

Trotz systematischer Verurteilungen solcher Handlungen seitens der israelischen Behörden werden die Täter selten festgenommen und vor Gericht gestellt.

Quelle: AFP (Agentur Frankreich-Presse)