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Gepostet on 15 Okt 2012 in Dialog, Interreligiöser Dialog, Kirche

Apostolisches Schreiben in Jordanien präsentiert

Apostolisches Schreiben in Jordanien präsentiert

Amman – Am Montag, den 8.10. wurde in Amman / Jordanien ein Symposion abgehalten, zu dem sich eine große Zahl von Bischöfen als Repräsentanten der verschiedenen Kirchen, Priester, Mönche, Nonnen, Ordensangehörige und weltliche Moslems aus dem gesamten Königreich zu einer Konferenz über das Apostolische Schreiben „Ecclesia in Medio Oriente“ versammelte.

Das Symposion fand im „Hussein Cultural Centre “ in Amman statt und wurde vom „ Centre for Catholic Studies and Training Media “ und dem „ Royal Institute for Interfaith Studies“ in Zusammenarbeit mit der Caritas Jordanien organisiert.

Der Minister für Islamische Angelegenheiten und die heiligen Stätten, Abdel Salam El Abadi, begann mit der Feststellung, dass sich die globale Vision der Muslime in der präzisen und detaillierten Vision des Gesetzes wieder spiegelt mit dem Ziel Wohlstand in der Gesellschaft zu erreichen.

Suche nach einer gemeinsamen Plattform

Der Minister sagte auch, dass man gemeinsamen Programme finden sollte, die Zusammenarbeit  gegen derartige Angriffe gegen religiöse Wallfahrtsorte und Heilige Stätten fördern können.

Pfarrer Rifa’at Bader, Direktor des Katholischen Medienzentrums, wies darauf hin, dass das Symposium das Ziel verfolge über dieses wichtigste von der Kirche und dem Vatikan herausgegebene Dokument über die Christen des Nahen Ostens zu diskutieren. Dieses Dokument wird als Botschaft an alle Einwohner der Region gesehen,  damit sie im interreligiösen Dialog Fortschritte erzielen können.

Pfarrer Bader verurteilte alle anti religiösen Aktionen in Jerusalem.

Dr. Kamel Abu Jaber, Direktor des „Royal Institute“, betonte, wie das Christentum den Islam angenommen und verteidigt habe; der Islam habe die arabischen Christen als eines der wichtigsten Elemente seiner Kultur angenommen.

Theologische Basis

Erzbischof Giorgio Lingua, Apostolischer Nuntius in Jordanien, betonte, dass der interreligiöse Dialog, wie er von Papst Benedikt XVI beschrieben wird, nicht von pragmatischen politischen oder sozialen Überlegungen diktiert wurde, sondern dass er einer theologischen Basis in Übereinstimmung mit unserem Glauben entstammt.

Bischof Maroun Lahham, Patriarchalvikar für Jordanien, erläuterte die grundlegenden Prinzipien in diesem Päpstlichen Dokument, die von besonderem Interesse für den Nahen Osten sind.

Dr. Abdallah Kilani, ein Professor der islamischen Sahri’a an der Universität von Jordanien, sagte, dass die Gefahr darin bestünde, zuzuschauen, wie religiöse Gruppen Kriege rechtfertigen, die von verantwortungslosen Extremisten geführt wurden. Er sagte, dass religiöse Freiheit die Freiheit von Glauben, Ausübung und Ritualen der Verehrung beinhalte.

Abschließend betonte Abdelhadi El Raji Majali, Direktor des El Hussein Cultural Centre, dass das Christentum Werte wie Toleranz, Liebe, Frieden und Selbstlosigkeit bringe.

Laurent Charnin (mit abouna.org)