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Gepostet on 9 Okt 2012 in Feiertage, Liturgisches Leben

St. Vincent de Paul, ein wahres Fest der Liebe

St. Vincent de Paul, ein wahres Fest der Liebe

Das Fest von St. Vincent de Paul (1581 – 1660) wird in der Kirche am 27. September gefeiert, und im Besonderen im Französischen Hospital in Nazareth. In Jerusalem wurde das Fest am Samstag, den 29. September im Hospiz von St. Vincent de Paul gefeiert. Beide Messen waren sehr gut besucht.

Die Messe in St. Vincent de Paul in Jerusalem….

In seiner Predigt betonte Bischof William Shomali die große Persönlichkeit von St. Vincent de Paul:“ Viele in der Welt: Priester, Ordensleute und Laien, sind von seiner Spiritualität begeistert. Tatsächlich ist St. Vincent, ihr Vorbild, ein Riese in der Welt der Nächstenliebe.“ An wen richtet sich diese Nächstenliebe, wenn nicht an die Armen? Aber wer sind die Armen von heute? Eines ist gemäß dem Weihbischof von Jerusalem sicher: „Ihre Zahl und der Prozentsatz steigen. Kriege sind die Ursache von Armut in der Welt. Aber nicht nur Kriege. Es gibt auch Dürre, Korruption, Verschwendung, Eigennutz und schlechte Verteilung der Güter.“

Es ist unmöglich, in diesem Zusammenhang nicht die Hunderttausende von Flüchtlingen aus Syrien zu erwähnen. „Sie leiden unter Hunger, Wassermangel, Hitze, schlechten Lebensbedingungen, Verzicht, Langeweile, Verzweiflung, Wüstensand und bald werden sie auch unter der Kälte leiden.“

Es ist nicht nur die materielle Armut, die bedacht werden muss. Es gibt auch ein moralisches und mentales Leiden, von dem Mutter Theresa von Kalkutta sagt: „Einsamkeit und das Gefühl, nicht geliebt zu werden, ist die größte Armut.“ Bischof Shomali schloss mit der Bitte um die Fürsprache von St. Vincent für uns und für alle, die in der Welt leiden.

Und……im Französischen Hospital in Nazareth

Am 27. September wurde in der Kapelle des Französischen Hospitals in Nazareth eine feierliche Messe abgehalten. Bischof Giacinto Boulos Marcuzzo, Patriarchalvikar von Nazareth, war der Zelebrant gemeinsam mit einer Gruppe von Priestern verschiedener Riten. Fast 150 Menschen kamen, unter ihnen die Schwestern der Nächstenliebe aus Nazareth und Haifa, Krankenhausdirektoren, Ärzte, Schwestern, die Belegschaft und viele Freunde aus Nazareth und der Umgebung.

In seiner Predigt konzentrierte sich Bischof Marcuzzo auf drei markante Punkte im Leben und der Arbeit von St. Vincent, dem großen Mann aus dem 17. Jahrhundert: Nächstenliebe, Evangelisierung der Armen und Bildung. Der Bischof erinnerte an die Bibelverse, die die Messe inspirierten: „Der Geist des Herrn ruht auf mir, denn der Herr hat mich gesalbt, er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe(Lk 4:18)“. Dies ist ein messianischer Vers, der die gesamte Geschichte der Kirche durchzieht und viele auf den Pfad der Heiligkeit geführt hat, unter ihnen Vincent de Paul.

Bischof Marcuzzo betonte, dass der wirkliche Zweck der echten Evangelisierung die Armen im weitesten Sinn des Wortes sind: “Jene, die Gott als Lebenslinie und Unterstützung haben, jene, die demütig sind und jene die nach Gott dürsten.“

Am Ende der Feier dankte Dr. Salim Nakhleh, Direktor des Französischen Hospitals in Nazareth, allen Anwesenden auch im Namen von Schwester Dorita Alcalde, der Superiorin der Schwestern der Näcshtenliebe.

Laurent Charnin