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Gepostet on 9 Okt 2012 in Dialog, Versammlung der katholischen Ordinarien

Kommuniqué der CELRA und der ACOHL

Kommuniqué der CELRA und der ACOHL

Jordanien – Kommuniqué der Konferenz der Lateinischen Bischöfe der arabischen Region (CLRA) und der Versammlung der Katholischen Ordinarien im Heiligen Land (ACOHL). Zwischen dem 17. und dem 20. September trafen sich Bischöfe aus folgenden Ländern in Amman/ Jordanien: Jordanien, Palästina, Israel, Ägypten, Irak, Syrien, Libanon, Vereinigte Arabische Emirate, Nordarabien, Kuwait, Bahrain und Somalia. Die Gespräche behandelten die folgenden Themen:

Der Besuch von Benedikt XVI im Libanon

Die Bischöfe der CELRA drückten Papst Benedikt XVI ihre Hochachtung für seinen Mut, in den Libanon zu reisen, aus, während der Nahe Osten eine extrem kritische Periode in seiner Geschichte durchlebt. Er kam, um den Bischöfen das Apostolische Schreiben der Bischofssynode für den Nahen Osten vom September 2010 zu überbringen, das als zukünftige Richtlinie für die Katholiken des Nahen Ostens dienen soll, indem es ihre eigene Identität, ihre Beziehungen zu anderen Christen und anderen Religionsgemeinschaften beleuchtet.

Postsynodales Apostolisches Schreiben

Dieses Schreiben ermutigt die Katholiken sehr, den Geist der Gemeinschaft und der Ökumene zwischen den verschiedenen Kirchen zu bestärken, um den Dialog zwischen den Religionen im Hinblick auf Frieden und Versöhnung zu fördern. Das Schreiben ruft die Christen dazu auf, ihren Glauben zu vertiefen, nicht zu emigrieren und nicht das Land, in dem sie leben, zu verlassen, trotz der Schwierigkeiten im Alltagsleben.

Beleidigung religiöser Gefühle

Die Bischöfe verurteilten den Film „Die Unschuld der Moslems /(Innocence of Muslims)“, der die Gefühle der Moslems zu tiefst verletzt, und ersuchten die Vereinten Nationen und alle Länder der Welt, Gesetze zu erlassen, die Beleidigungen religiöser Symbole auf Grund von Meinungsfreiheit verhindern, und jene streng zu bestrafen, die verurteilt wurden, weil die individuelle Freiheit dort endet, wo die Freiheit der anderen beginnt.

Die allgemeine Situation in benachbarten Ländern

Die Bischöfe besprachen die allgemeine Situation in den arabischen Ländern und diskutierten die Folgen des Arabischen Frühlings für die betroffenen Länder. Die Aufmerksamkeit wurde auf den Konflikt in Syrien gelenkt, der eine humanitäre Krise verursacht hat, und besonders auf die Flüchtlinge, die unter schrecklichen Bedingungen leben. Die Bischöfe forderten die katholischen Wohlfahrtseinrichtungen auf, ihre Arbeit gemeinsam mit anderen humanitären Einrichtungen fortzusetzen. Sie lobten Jordanien, seinen König, das Volk und die Regierung dafür, dass sie Flüchtlingen aufgenommen haben. Auch der Libanon und der Irak spielen eine lobenswerte Rolle. Die Bischöfe erflehten ein besonderes Gebet der Versöhnung für dieses zuletzt genannte Land. Alle Bischöfe nahmen an einer Gebetsversammlung teil, die in der Pfarrkirche von Madaba in Anwesenheit einer großen Schar von Gläubigen stattfand.

Patriarch Fouad Twal, Präsident der CELRA