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Gepostet on 9 Okt 2012 in Aktuelles aus der Diözese, Aktuelles des Heiligen Vaters, Diözese, Kirche

Das Heilige Land im Libanon, um die Botschaft des Papstes entgegenzunehmen

Das Heilige Land im Libanon, um die Botschaft des Papstes entgegenzunehmen

Mit großer Freude und auch Hoffnung flog am 13. September die Delegation des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem angeführt vom Patriarchen nach Beirut. Die Reise des Papstes, “der als Freund für alle Menschen aller Länder in der Region gekommen war” und die Übergabe des Apostolischen Schreibens bedeuteten für die Kirche des Heiligen Landes den Höhepunkt der Synode des Mittleren Ostens und den Aufruf für neue Impulse.

Die offizielle Delegation des Lateinischen Patriarchats im Libanon bestand aus neun Mitgliedern, darunter vier Bischöfe: Patriarch Fouad Twal, der emeritierte Patriarch Michel Sabbah, der an den Vorbereitung für die Synode und an der Erstellung der Empfehlungen für das Apostolische Schreiben beteiligt war, der Weihbischof für Israel, Giacinto-Boulos Marcuzzo, und Erzbischof Maroun Lahham, Weihbischof von Jordanien. Diese wiederrum wurden von fünf Priestern, Elias Odeh, Pfarrer von Reihneh, Johnny Abu Khalil, Pfarrer von Nablus-Rafidia, Imad Alamat, Pfarrer von Fuheis, Samer Haddad, Sekretär des Vikars in Amman und Rifa’at Bader, Pfarrer von Jabal Hussein begleitet. Außerdem hatte sich der Delegation auch eine Gruppe von 50 Gläubigen aus Jordanien angeschlossen.

Die Kirche von Jerusalem, zwischen Zypern und dem Libanon

Es war ein besonders großer Wunsch gerade des Heiligen Landes, dem für seine Kirche so wichtigen Besuch des Heiligen Vaters beizuwohnen. Vor zwei Jahren, im Juni 2010 war der Papst nach Zypern in die Diözese des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem gekommen und hatte die Synode für den Nahen Osten eingeleitet  und den Bischöfen und Patriarchen das „Instrumentum Laboris“, Dokument zur Vorbereitung auf die Synode, übergeben.

Von 10 bis 24. Oktober 2010 arbeitete Patriarch Fouad Twal zusammen mit weiteren acht anderen Patriarchen der Region und insgesamt 185 Synodenvätern unermüdlich an verschiedenen Fragen und Problemen der Kirche im Nahen Osten. Und auch danach haben sie nicht aufgehört zu arbeiten, indem sie ihre Überlegungen zusammen mit den Priestern und Gläubigen trotz zahlreicher Schwierigkeiten weitergeführt haben.

Dies erklärt wie sehr das Apostolische Schreiben als Arbeitsprogramm für die kommenden Jahre und gleichzeitig als eine Botschaft der Ermutigung erwartet wurde. Patriarch Fouad Twal unterstrich dies in seiner Begrüßungsrede für den Heiligen Vater: “Heute, Eure Heiligkeit, sind sie in den Nahen Osten zurückgekehrt, um uns das Apostolische Schreiben, dank dessen wir Ihren Rat und Ihre Richtlinien, die in dieser Region und auf der ganzen Welt Gemeinschaft und Zeugnis sein sollen, entgegennehmen können, zu übergeben”.

Nachsynodale Konkretisierung für das Patriarchat

Der Heilige Vater bittet um konkrete Gesten um Frieden zu schaffen. Seit seiner Ankunft in Beirut, quasi als Einführung auf das Apostolische Schreiben, das er dann ein paar Stunden später übergab, zeigte der Papst als Beispiel die Vorteile der gemeinnützigen Strukturen auf. Dabei wies er, was das Heilige Land betrifft, auf das Beispiel des Ritterordens vom Heiligen Grab hin: “Wir haben Organisationen wie die Ritter des Heiligen Grabes im Heiligen Land, aber auch ähnliche Organisationen könnten auf materieller, politischer und humaner Ebene in diesen Ländern helfen”. Ein Wunsch auf Konkretisierung auf die sich Patriarch Fouad Twal in einem Interview mit Radio Vatikan sofort bezog: “Wir sind glücklich, dieses Apostolische Schreiben zu erhalten. Wir haben bereits vor, dieses Dokument während unserer Treffen und Exerzitien mit der Jugend zu studieren, aufzunehmen und umzusetzen”.

Amélie de La Hougue