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Gepostet on 6 Okt 2012 in Dialog

CELRA Plenatsversammlung in Amman

CELRA Plenatsversammlung in Amman


Amman – Die Lateinische Arabische Bischofskonferenz (CELRA) traf sich vom 17. – 20. September in Amman. Thema war hauptsächlich das im Juni vom Vatikan herausgegebene Arbeitspapier „Instrumentum Laboris“ zur Neuevangelisierung und das erst kürzlich veröffentlichte Apostolische Schreiben Ecclesia in Medio Oriente.

Seine Seligkeit Fouad Twal und Erzbischof Giorgio Lingua, Apostolischer Nuntius in Jordanien, sprachen die Willkommensgrüsse aus. Dann gab es einen Austausch am Runden Tisch und man diskutierte die gegenwärtige Lage in den CELRA-Mitgliedsländern und deren Diözesen.

Das Instrumentum Laboris…
Das Dokument Instrumentum Laboris über die Neuevangelisierung wurde besprochen. Anschließend wurden Antworten eingereicht bezüglich rechtlicher Fragen, die von der Kongregation für die Glaubenslehre erhoben wurden.
Der 19. September begann mit einer kurzen Unterrichtung und Gesprächen über den Besuch des Papstes im Libanon. Es wurde auch ein Besuch der  American University of Madaba unternommen, gefolgt von einer Wallfahrt zum Berg Nebo, unter dem Motto: „Ein Blick des Glaubens und der Hoffnung in die Zukunft…“
Am Schluss wurde für alle Opfer des Leidens in der arabischen Region gebetet.

Das Apostolische Schreiben …
Das Apostolische Schreiben “Ecclesia in Medio Oriente”, das während der Papstreise im Libanon unterzeichnet und veröffentlicht worden war, wurde erörtert.
„Heute, im Rahmen des Jahres des Glaubens, 50 Jahre nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil, brauchen wir einen starken Glauben, einen Glauben, wie die Märtyrer ihn hatten.“ Für den Lateinischen Patriarchen von Jerusalem besteht die wahre Herausforderung, die die beiden Synoden (für die Kirchen im Nahen Osten und für die Neuevangelisierung , Anm. d. Red.) den Ostkirchen, den Apostolischen Kirchen des Nahen Ostens, ans Herz gelegt haben, in der Treue zu Christus und zu der Kirche, die er errichtet hat, in „Gemeinschaft und Zeugnis“.
Patriarch Twal erinnert daran, dass „unsere Mission dazu berufen sei, sich an den Veränderungen zu messen, die auf den Fortschritt zurückzuführen sind, welcher zu einem wachsenden Misstrauen gegenüber allem geführt hat, was überliefert wird, sogar zu einer totalen Indifferenz gegenüber allem, was die Kirche vorschlägt. Diese Mission der Kirche ist die Aufgabe jedes Christen.“ Um dies zu erreichen, hob der Patriarch vier Punkte hervor:
Den Glauben der ersten christlichen Gemeinden, angefangen von Jerusalem über das Fleisch gewordene Wort Gottes bis hin zu den Apostolischen Quellen, wieder zu entdecken.
Unsere Wahrnehmung der gesellschaftlichen Veränderungen neu definieren, die eine Herausforderung für unser Denken darstellen.
Mittel und Methoden auswerten, die für die Verbreitung des Glaubens zur Verfügung stehen, unabhängig ihrer Form und ihres Inhalts: was zählt, ist wie man sie gebraucht.
Den neuen Kontext (des Arabischen Frühlings) betrachten und verstehen, um auch in diesem neuen Umfeld den Glauben weiterhin zu verkünden.
Der Patriarch fasste zusammen: „Es reicht nicht, unsere Pastoralarbeit hier und da etwas auszubessern. Wir alle wissen sehr genau um die Herausforderungen jeder Diözese: abnehmende Gemeinden, Säkularisierung der Laien, Entchristianisierung der Eliten, die stete Versuchung der Emigration, die Probleme der Tatsache, eine christliche Minderheit zu sein, schließlich auch die Beziehung zum Islam, der israelisch-palästinensische Konflikt…“

Laurent Charnin
Seine Seligkeit Fouad Twal, Lateinischer Patriarch von Jerusalem, Präsident der CELRA;
Seine Exzellenz Paul Dahdah, Lateinischer Apostolischer Vikar von Beirut, Vize-Präsident;
Seine Exzellenz Camillo Ballin, Apostolischer Vikar von Kuwait;
Seine Exzellenz Jean Sleiman, Lateinischer Erzbischof von Bagdad;
Seine Exzellenz Giorgio Bertin, Bischof von Djibuti, Diözesanadministrator von Mogadischu;
Seine Exzellenz Paul Hinder, Apostolischer Vikar von Arabien;
Seine Exzellenz Giuseppe Nazarro, Lateinischer Apostolischer Vikar von Aleppo;
Seine Exzellenz Maroun Lahham, Lateinischer Patriarchalvikar für Jordanien;
Seine Exzellenz Giacinto Boulos Marcuzzo, Lateinischer Patriarchalvikar für Israel;
Seine Exzellenz William H. Shomali, Lateinischer Patriarchalvikar für Jerusalem;
H.H. Herrera Diaz, Lateinischer Patriarchalvikar für Zypern;
H.H. Pietro Felet, SCJ, Generalsekretär;
(abwesend: H.H. David Neuhaus, Patriarchalvikar für die hebräisch-sprechenden Katholiken)