Pages Menu
Categories Menu

Gepostet on 2 Okt 2012 in Aktuelles aus der Diözese, Diözese

150 Jahre französische Beteiligung in Palästinas Archeologie

150 Jahre französische Beteiligung in Palästinas Archeologie

Am Wochenende des 21. und 22. September hat in der Ecole Biblique in Jerusalem und  in der Universtät von Birzeit ein Symposium zum Thema 150 Jahre französische Beteiligung an Palästinas Archeologie stattgefunden.

Dieses Ereignis von hohem wissenschaftlichen Niveau gab den vierzig Gästen die Möglichkeit, Vorträge und Diskussionen 15 französischer und palästinensischer Referenten zu hören. Dabei hat Professor Hamed Salem hervorgehoben, wie dicht besiedelt Palästina mit seinen 3.600 archeologischen Vorkommen auf einer Fläche von 5.500 Quadratkilometern sei. Das heißt, wenn die palästinensische Archeologie, die sich der Erkundung der Vergangenheit widmet, überhaupt eine Zukunft hat…

Deswegen öffnet der Louvre in Paris wieder seine Räume mit palästinensischen und jüdischen Antiquitäten, die seit dem Bau der Pyramide 1986 verschlossen waren.

Natürlich sind ohne Zweifel die Projekte vor Ort am interessantesten. Sie stehen jedoch meist vor zahlreichen Herausforderungen: “Wie kann man den potentiellen Besuchern, die zu hunderten bzw. tausenden kommen, die Ausgrabungen unter den besten Bedingungen präsentieren und entdecken lassen?”, fragt sich Pol Vonck.

Wie kann man die Steine sprechen lassen?

Diese Frage kann nicht gestellt werden, ohne das Projekt der Wiedereröffnung des Sankt Anna Museums (bei den Weißen Vätern) in Jerusalem zu erwähnen. Zu Beginn des letzten Jahrhunderts bestand dieses Museum aus fünf Sektionen: 1. Biblisches Museum; 2. Numismatisches – (Münzen); 3. Keramik – ; 4. Lampen – 5. Prähistorisches  – .

Heute stellt sich die Frage, wie dieses Museum aussehen soll, das eine christliche Botschaft vermitteln möchte, ausgehend von Funden, die aus der Zeit vor dem Christentum stammen… Das heißt, die Bedeutung der Problematik, wie sie sich heute stellt.

Unterdessen war Sankt Anna vom 2. – 13. Juli 2012 eine Ausgrabungsstätte, und eine Datenbank war zur Verfügung gestellt worden. Eine weitere Etappe, die im März 2013 zu überwinden gilt, wenn ein Experte kommt, der die Aufgabe haben wird, Vorschläge für die geplante Wiedereröffnung des Museums  hervorzubringen.

Anstatt eines Schlusswortes lud François Villeneuve, Professor an der Paris 1 Universität, seine Mitbrüder zu einem zweiten Teil des Symposiums ein, das am 11. und 12. Oktober in Paris stattfinden soll.

Laurent Charnin