Pages Menu
Categories Menu

Gepostet on 30 Sep 2012 in Aktuelles aus der Diözese, Diözese

Missionare der Nächstenliebe legen Ewige Gelübde ab

Missionare der Nächstenliebe legen Ewige Gelübde ab

Nazareth feierte am Sonntag, den 9. September 2012 gleich drei bedeutende Feste auf einmal: die Geburt der Jungfrau Maria, eine verspätete Feier des Fests der Seligen Mutter Theresa von Kalkutta, und die feierliche Profess zweier Mitglieder, die der kontemplativen Kommunität der Missionarinnen der Nächstenliebe von Mutter Theresa angehören, welche vor drei Jahren in Nazareth gegründet worden war.

Die Messe wurde in der Verkündigungsbasilika von Bischof Giacinto Boulos Marcuzzo zelebriert, dem Patriarchalvikar für Israel. Konzelebranten waren Fr. Sebastian Vazhakala, Generalsuperior der Missionarinnen der Nächstenliebe, Fr. Amjad Sabbara und ein Dutzend anderer Priester.
Anwesend waren Missionarinnen der Nächstenliebe aus Jerusalem und Bethlehem, internationale assoziierte Laienmissionare und neue Terziaren, die sich auf ihre Ewige Profess nächstes Jahr vorbereiten.

Viele Ordensleute und Gläubige aus der Region waren anwesend, unter anderem Don Marco Riva von der Don Guanella Schule, und der Chor der Basilika gestaltete gemeinsam mit den Missionarinnen auf schlichte Weise die feierliche Messe.

Die neuen Brüder mit Ewiger Profess heißen: Br. Barwa George aus dem Norden Indiens und Br. John Viannay Panithasan aus Tamil. Beide kommen aus großen Familien, wo sie sich zuvor um ihre Eltern und Geschwister kümmerten, bevor sie dann ihrer religiösen Berufung folgten. Nachdem sie in die Spiritualität und das Charisma ihrer Kommunität eingeführt worden waren, setzten sie ihr Theologiestudium am Venerable Bede Seminar in Rom fort, um sich auf die kommende Priesterweihe vorzubereiten.

Die Feier folgte dem klassischen Ritus der religiösen Profess und dem Versprechen der Gelübde vor dem Generalsuperior. Es wurde noch ein eigenes Gelübde hinzugefügt: das „Kreuz der Armen“ zu umarmen und den Ärmsten der Armen zu dienen.

In seiner Predigt sprach Bischof Marcuzzo im Licht des Jahres des Glaubens in Nazareth und besonders im Geiste des Glaubens der Jungfrau Maria. Er zitierte die Worte von Mutter Theresa: „Glaube ist die Tochter des Gebets, die Schwester der Nächstenliebe, die Mutter des Dienstes, der Freude und des Friedens.“ Er sprach auch die schmerzliche Glaubenskrise von Mutter Theresa an, die sie heroisch mit einem Lächeln und im Frieden über 50 Jahre lang aushielt, wie es im Zeugnis ihrer Seligsprechung hervorgehoben wurde.
Nach der Messe gingen alle in den Hof, um Glückwünsche zu verteilen und indische Süssigkeiten zu kosten. Danach folgte ein „Familienfestessen“ mit Freunden im Haus der Missionarinnen der Nächstenliebe, die in den Hof ihres vergrößerten Hauses einluden.

Text unseres Korrespondenten in Nazareth. Photos von LZ.