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Gepostet on 17 Sep 2012 in Dialog, Interreligiöser Dialog, Ökumenismus

Die Trappisten von Latroun sagen, „die große Mehrheit der Menschen dieses Landes sind gut und edelmütig…“

Die Trappisten von Latroun sagen, „die große Mehrheit der Menschen dieses Landes sind gut und edelmütig…“

Die Trappisten von Latroun haben nach der mutwilligen Beschädigung ihres Klosters letzte Woche ein Schreiben veröffentlicht, in welchem sie ihre Dankbarkeit all denen ausdrücken wollen, die ihnen soviel Mitgefühl und Freundschaft gezeigt haben.

Das Kloster ist weit bekannt für seine Atmosphäre des Gebets und seine interreligiöse Toleranz ; daher ist es eine schockierende Realität, dass gerade ihr Kloster zum Ziel feindseliger Taten wurde. Juden, Muslime und Christen aller Riten besuchten die Mönche, um ihnen beizustehen, ihnen ihre Gebete zu versichern und ihre Freundschaft zu bekunden. Diese Taten haben Zeichen ökumenischer und interreligiöser Solidarität und Einheit erweckt, die ein besseres Verständnis unter Menschen unterschiedlicher Religionen ermutigen, und harmonische Beziehungen schaffen als Schlüssel, um jegliche Art von falschen Eindrücken und Missverständnis zu beenden.

C.L.

Hier das Schreiben aus der Abtei von Latroun :

Dankbarkeit

Nach dem Angriff auf unser Kloster wollen wir, die Mönche von Latroun, Euch allen danken, die Ihr so zahlreich gekommen seid, um uns Eure Sympathie, Eure Solidarität, Eure Unterstützung zu zeigen. Manche von Euch kamen von sehr weit, einzeln oder in Gruppen, manche riefen uns an, schickten uns Nachrichten der Unterstützung. Ihr habt Euch anhand verschiedener Medien informiert, um genau Bescheid zu wissen, wie es uns geht und um Eure Solidarität auszudrücken. Diese verschiedenen Gesten haben uns zutiefst berührt. Sie waren für uns Trost und Ermutigung.

Wir würden Euch einfach gerne “danke” sagen. Wir wünschen Euch und Euren Familien alles Gute. Wir bitten Gott, Er möge Euch beschützen von allem Bösen und Euch vor jeder Ungerechtigkeit schützen und Euch Frieden und Gelassenheit schenken.

Wir haben gesehen, wie gut und wie menschlich die Mehrheit der Menschen in diesem Land ist, und das schenkt uns unendliche Freude.

Wir wünschen uns und beten dafür, dass jegliches Übel aus dem Herzen jedes Menschen ausgetilgt wird. Dies ist ein langer und schwieriger Weg.

Wir wissen, dass jeder von uns die Sehnsucht spϋrt nach Gerechtigkeit und gegenseitigem Respekt fϋreinander, und nach dem Guten strebt. Wir erkennen aber auch, dass wir in unserem Innern entgegengesetzte Kräfte haben, die uns dazu verfϋhren, unseren schlechten Neigungen wie Egoismus, Machtanspruch oder Hass auf andere zu folgen. Wir wissen, dass unser Leben ein stetiges Ringen zwischen diesen verschiedenen Neigungen in uns ist. Wir hoffen, dass jeder von uns seine guten Veranlagungen pflegt und seine schlechten verstummen lässt. Dies ist der Kampf eines jeden von uns, es ist der Kampf und das Bemϋhen, das sich die Mönche im Kloster, auch im Kloster von Latroun, jeden Tag aufs neue vornehmen.

Wir bleiben Euch in Dankbarkeit verbunden,

Die Mönche von Latroun