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Gepostet on 10 Sep 2012 in Aktuelles aus der Diözese, Diözese, Patriarch

Dem Patriarchen wird der Stern von Italien verliehen

Dem Patriarchen wird der Stern von Italien verliehen

JERUSALEM – Am Abend des 5. September 2012 wurde der Patriarch durch Außenminister Giulio Terzi di Sant’Agata im Namen des Präsidenten der Republik Italien, Giorgio Napolitano,  mit dem Großkreuz des Sterns von Italien ausgezeichnet.

Es war Giorgio Napolitano, der Präsident der Republik, der am 2. Juni, dem italienischen Nationalfeiertag, entschieden hatte, dem Patriarchen den höchsten Grad des Ordens zu verleihen. Der Orden des Sterns von Italien ist eine Ehrung Italiens, die mit  einem Gesetz vom 3. Februar 2011 entstanden ist und aus dem  Orden des Sterns der italienischen Solidarität von 1947 hervorgeht.

Der Orden des Sterns ehrt Personen, die sich durch Förderung der freundschaftlichen Beziehungen mit Italien ausgezeichnet haben. Ausserdem ehrt er all jene, die sich für Frieden, der Förderung der Menschenrechte und der Verteidigung der Menschenwürde einsetzen. “Patriarch Fouad Twal ist und war schon immer eine Stimme der Mäßigung und des  Frieden, der allen Extremismus und jegliche Form von Gewalt ablehnt. Seine Seligkeit ist ein Leuchtturm für die Christen”, sagte der Minister.

In seiner Rede betonte Giulio Terzi di Sant’Agata, dass dies das erste Mal sei, dass der Präsident der Republik diesen Orden verleiht. “Der Patriarch ist ein wahrer Freund Italiens und Italien, ein wahrer Freund, der sich sich um die Christen im Heiligen Land kümmert “, sagte der Minister: “Wir danken Patriarch Twal, der es versteht die Herzen der Menschen zu berühren, damit sie verstehen, dass die Kirche im Heiligen Land auf Menschen gegründet ist, auf lebenden Steinen, und nicht nur auf antiken Monumenten“.

Eine starke Botschaft für die Christen im Heiligen Land

Mit dieser Auszeichnung möchte die Italienische Republik “eine gewichtige Botschaft an die Christen im Heiligen Land senden”, da “es unmöglich ist, sich dieses Land ohne die Anwesenheit der Christen vorzustellen“. Der Patriarch sagte in seiner Begrüßungsrede  (siehe den italienischen Text) er fühle sich sehr geehrt und drücke der italienischen Nation seine Dankbarkeit aus.

Für ihn sei dies “eine Anerkennung für die ganze Kirche des Heiligen Landes.

Der Patriarch freute sich darüber, betonen zu können, dass es zwischen der Kirche des Heiligen Landes und  Italien eine „exzellente“ Zusammenarbeit gebe. Im Heiligen Land befinden sich mehr als hundert religiöse Gemeinschaften, die im Sozialwesen, der Bildung, dem Gesundheitswesen arbeiten, und dabei seien die Italiener gut vertreten.

Seine Seligkeit vergass auch nicht die Rolle der Diözesen, Verbände und italienischen Bewegungen zu erwähnen, die die Palästinenser “aktiv” in Zusammenarbeit mit dem Lateinischen Patriarchat und der Kustodie des Heiligen Landes unterstützen. Der Patriarch wandte sich schließlich an den Außenminister , der das Heilige Land sehr gut kennt  (er war hier Botschafter von Italien von 2002 bis 2004), und kehrte auf die Situation im Land und auf die Rolle der Regierungen “die Religionsfreiheit als Grundrecht zu fördern” zurück.

In diesem Zusammenhang erinnerte der Patriarch daran, dass “das Heilige Land von Checkpoints, den Mauern und den physischen sowie psychischen Barrieren befreit werden muss. Im Hinblick auf diese Aufgabe sind wir dazu aufgerufen unsere Anstrengungen und unsere Gebete für das wohl der Völker dieses Landes zu vereinen“.

Christophe Lafontaine