Pages Menu
Categories Menu

Gepostet on 1 Sep 2012 in Besuche FT, Patriarch

Pastoralbesuch des Patriarchen in Jordanien

Pastoralbesuch des Patriarchen in Jordanien

Jordanien – Am Freitag, den 24. August, besuchte Patriarch Fouad Twal Amman, die Hauptstadt von Jordanien, um dort das 50-jährige Jubiläum der Pfarrei „Unsere Frau von der Verkündigung“ zu feiern und in Madaba am dritten Festival des Johannes des Täufers teilzunehmen. 

„Sie haben geweint und ich habe geweint“. Mit diesen bewegenden Worten beschreibt der Lateinische Patriarch von Jerusalem seinen pastoralen Besuch bei den Kranken der Pfarrei „Unsere Frau von der Verkündigung“ in Amman. Der Pfarrer der Gemeinde, Pfarrer Bachir Bader, hatte den Patriarchen eingeladen, mit ihnen das Jubiläumsfest ihrer Pfarrei in Jabal Al in Amman am 24. August mitzufeiern. Es bot Erzbischof Fouad Twal die Gelegenheit, die Vollendung der Restauration der Kirche zu bewundern, die durch das Lateinische Patriarchat finanziert worden war. Vor 14 Monaten warmit den Bauarbeiten begonnen worden, von denen uns Pfarrer Bachir im letzten Januar erzählt hatte (vgl. laufende Projekte im Patriarchat).

Der Patriarch hat die Jubiläumsmesse der Pfarrei an der Seite von Weihbischof Maroun Laham, Patriarchalvikar von Jordanien, und dem emeritierten Weihbischof Salim Sayegh zelebriert. Eine große Anzahl von Priestern und Ordensleuten waren anwesend, wie auch Ritter und Damen des  Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, viele Gemeindemitglieder, Freunde und Verwandte. In seiner Predigt hat Erzbischof Fouad Twal besonders darauf hingewiesen, wie wichtig es sei, eine Botschaft des Friedens, der Nächstenliebe und der Brüderlichkeit in einem wachsenden Kontext der Gewaltspirale zu verbreiten. Der Patriarch hat auch daran erinnert, von welch tiefer Bedeutung daS Apostolische Schreiben sei, die der Papst bei seinem kommenden Besuch im Libanon vom 14.-16. September verkünden wird. Am Ende der Messe traf der Patriarch auch die Kranken, die der Pfarrer jeden ersten Freitag im Monat besucht. Pfarrer Bachir nimmt bei diesen Besuchen immer einige Pfadfinder mit. „Eine sehr schöne Geste, die es den jungen Menschen ermöglicht, die Menschlichkeit des Menschen zu berühren“ meinte der Patriarch. Er hat sich dann in einer Prozession das Terra Santa College, welches erst kürzlich modernisiert worden war, angeschaut, und war erfreut über die „gute Zusammenarbeit, die zwischen dem College und der Pfarrei herrscht“.

Die Stimme, die in der Wüste ruft, hallt auch in Madaba

Es ist nun schon das dritte Jahr infolge, dass in Madaba das Johannes der Täufer-Festival gefeiert wird, zu dem sich hunderte von Teilnehmern im Schulhof der Pfarrschule gemeinsam mit dem Patriarchen zusammenfinden. An diesem 26. August war es die libanesische Sängerin Nabiha Yasbeck, die den Abend mit ihrer bekannten Stimme verzauberte. Der Patriarch fühlte sich sehr glücklich, inmitten der Gläubigen von Madaba gewesen zu sein und seine Familie wiedergesehen zu haben. Er war zutiefst  gerührt über die betende Atmosphäre, die während dieser Nachtwache herrschte. Lieder, Prozession, Aufführung, Vorführung, alles war bis ins kleinste Detail organisiert worden für das eine gemeinsame Ziel: dass sich die Teilnehmer von der Stimme, die in der Wüste ruft, berührt fühlen. Diese Stimme von Johannes, dem Täufer, die die Wahrheit sagt. Die Pfarrei von Madaba liegt in der Nähe von Macheront, dem Ort, wo der heilige Johannes der Täufer sein Martyrium erlitten hatte, und trägt daher eine ganz besondere Mission. Zum ersten Mal hat die Pfarrei dort eine Pilgerreise veranstaltet, an der sogar der Vize-Tourismusminister teilgenommen hatte. Der Patriarch war darüber sehr erfreut und bedankte sich sehr herzlich bei Pfarrer Wissam Mancour, und bei jedem, der an den Vorbereitungen für diese herrliche Zeremonie teilgenommen hatte. Das Festival endete um 22Uhr mit dem Schlusssegen.

Amélie de La Hougue

Fotos: abouna.org