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Gepostet on 31 Jul 2012 in Aktuelles aus der Diözese, Diözese

„Kaytana“ 2012 – Fünf Tage Sommercamp

„Kaytana“ 2012 – Fünf Tage Sommercamp

Dieses Jahr nahmen 72 Kinder und Teenager und 11 Erwachsene am jährlichen „Kaytana“ für hebräisch sprechende katholische Kinder teil, das in Deir Rafat vom 16.bis zum 20 Juli stattfand.

Auch dieses Jahr stieg die Teilnehmerzahl am 5-Tage-Sommercamp für hebräisch sprechende katholische Kinder. 39 Kinder kamen von den hebräisch sprechenden katholischen Pfarrgemeinden des St. James Vikariates (6 aus Jerusalem, 9 aus Jaffa, 6 aus Beer Sheba, 6 aus Haifa, 3 aus Nazareth und 9 aus Tiberias). Unter diesen waren 8 Teenager (zwischen13 und 18 Jahren) von der Jugendgruppe „Wüstenblume“, die den erwachsenen Betreuern halfen. Von den anderen Kindern, auch hebräisch sprechende Katholiken, waren 15 von verschiedenen libanesisch maronitischen Gemeinden aus dem Norden Israels, 16 philippinische Kinder von ausländischen Arbeitern (14 aus Jerusalem und 2 aus Tel Aviv), und 2 afrikanische Kinder von ausländischen Arbeitern. Die 11 erwachsenen Betreuer stammten aus verschiedenen Pfarrgemeinden des St. James Vikariates: Pater David (Vikar), Apolinary (Jaffa), Piotr (Jerusalem) und Gioele (Beer Sheba), Bruder Alberto (Jaffa), Benedetto (Jerusalem), Sinead (Tiberias), Claudia (Jerusalem), Kirill (Jerusalem), Lonka (Jerusalem) und Schwester Camelia (libanesisch maronitische Gemeinde). Zusätzlich war Etienne, Vater von zwei Kindern und Arzt, untertags viele Stunden anwesend und immer in Rufbereitschaft.

Wie jedes Jahr bereicherte die unterschiedliche Herkunft die Erlebnisse des 5-tägigen gemeinsamen Abenteuers. Der gemeinsame Glaube, der in der gleichen Sprache – hebräisch – und in der gleichen Gesellschaft – Israel – lebt, festigte die Bindung unter den Kindern. Alle 72 nahmen zum ersten Mal teil.

Das Thema am Camp dieses Jahr war „Selig sind die“ – unser Bruder Jesus lehrt uns seine Torah. Alle Aktivitäten während der fünf Tage des Lagers konzentrierten sich auf die „Seligpreisungen“. Im Morgenunterricht von Pater  David lehrte dieser nicht nur die Worte der Seligpreisungen, sondern versuchte den Kindern auch die Bedeutung dieser Worte einzuprägen, sodass sie ein Lebensprogramm werden können. Die Aktivitäten in Kunst (geleitet von Bruder Alberto) und Musik (geleitet von Benedetto) zielten auch auf dieses Thema ab, weil die Kinder Lieder lernten, die diese Botschaft wiederholen. Sie stellten auch wunderbare Glasmalereien mit den hebräischen Worten „Selig sind die“ her. Diese Aktivitäten waren eingebettet in ein tägliches Morgengebet und eine tägliche Hl. Messe. Es war aber auch jeden Tag Zeit für Sport (geleitet von Father Apolinary und Claudia) und Spiele (geleitet von Father Apolinary und den jungen Assistenten). Der große Hit war wieder das tägliche Schwimmen in den Pools, die im Hof aufgestellt wurden.

Am. 19. Juli besuchte die gesamte Gruppe gemeinsam mit den Eltern von Benedetto, die aus Italien kamen, um am Camp in Deir Rafat mitzuhelfen, die Stalaktit – Höhle in der Nähe von Beir Shemesh. Es war die Gelegenheit, über die erstaunliche Schönheit von Gottes Schöpfung – auch die unterirdische– nachzudenken. Der Ausflug bot auch eine kurze Pause in der täglichen Hitze, weil das Camp während der heißesten Tage des Sommers stattfand. Nach dem Besuch der Höhle fuhr die Gruppe nach Beit Jemal, verbrachte dort einige Stunden und lernte das Leben der Nonnen kennen, die ihr Leben dem Gebet widmen. Schwester Anne Bruna erzählte den Kindern vom Leben der Nonnen und beantwortete viele Fragen. Die Kinder konnten einen Film über die Nonnen sehen und die Kirche besuchen. Sie blieben in der ruhigen Schönheit des Klosters zu einem Mittagspicknick. Am Abend waren die Kinder zu einem Lagerfeuer eingeladen, wo sie sangen, ihre guten und schlechten Erfahrungen austauschten und Marsh Mallows über dem Feuer grillten.

Die Abschlussmesse wurde zu Ehren des Propheten Elijah und des Hl. Apolinary von Vater Apolinary gefeiert. Dies war auch die Gelegenheit, ein besonderes Gebet für eine der Jugendlichen zu sprechen, die Anfang August mit ihrem Militärdienst beginnt. Eine Reihe von Eltern nahm am Abschlussgottesdienst teil, einer Zeit, Gott zu danken für die Freude, zusammen zu sein und zu lernen, ein Jünger Jesu zu werden.

Auch heuer wurde die Kaytana wieder herzlich  in Deir Rafat,dem Heiligtum der Diözese, von den Nonnen, die hier beten und leben, aufgenommen. Besonderer Dank gilt Schwester Corinne und ihren Mitschwestern, Rab’a, dem Koch, Segre und Brigitte, Aldo und Rosaria, Ines, Shahaf und allen anderen. Danke ihnen und allen Freiwilligen, dieser Platz ist für fünf Tage Heimat geworden. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr.

Schließlich müssen wir den großzügigen Wohltätern danken, die dieses Camp ermöglicht haben. Im Besonderen danken wir „Kirche in Not“ in Deutschland, deren großzügige Spende uns ermöglicht hat, alle Programmpunkte durchzuführen, an denen die Kinder so viel Freude hatten.

Vikariat der hebräisch-sprechenden Katholiken