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Gepostet on 4 Jul 2012 in Pressemitteilungen, Publikationen

Pressemitteilung: Die Geburtskirche gehört zum Weltkulturerbe

Pressemitteilung: Die Geburtskirche gehört zum Weltkulturerbe

JERUSALEM – Pressemitteilung: Das Lateinische Patriarchat von Jerusalem begrüßt die Entscheidung vom 29. Juni, mit der die Geburtskirche in Bethlehem, im Westjordanland, in die Unesco-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde.

Das Patriarchat möchte betonen, dass Bethlehem, bevor es als erster Standort in den palästinensischen Gebieten in die Unesco-Liste aufgenommen wurde,  bereits zum Weltkulturerbe gehörte, wenn man bedenkt, dass 2 Milliarden Christen diesen Ort verehren und 1 Milliarde Muslime Jesus als Propheten anerkennen; also die Hälfte der Menschheit. Für das Patriarchat ist die Unesco-Erklärung an sich sehr positiv.

Die Tatsache, dass sich die Palästinensischen Behörden dafür derart eingesetzt haben,  ist auch ein Zeichen eines diplomatischen Sieges.  Bethlehem befindet sich in den palästinensischen Gebieten, was für die Autonomiebehörde gleichermaßen ein Recht wie auch eine Pflicht ist.

Das heißt, es ist nicht der einzige Punkt, der behandelt werden muss.

Mit dieser Entscheidung erkennt die Unesco auch das Interesse der Palästinenser an den Heiligen christlichen Stätten und ihren Willen, Pilgerfahrten und den religiösen Tourismus zu fördern, an. Wir erinnern daran, dass Bethlehem der wichtigste Touristimusstandort auf palästinensischem Gebiet ist (2 Millionen Besucher im Jahr 2011).

Das Patriarchat hat auch darauf hingewiesen, dass diese Aufnahme in die Unesco-Weltkuturerbeliste deutlich die Absicht manifestiert, diese Heiligen Stätten vor Witterrungsschäden und anderen Gefahren zu schützen.

Es gibt eine interne Regelung, den Status Quo, der die Beziehungen zwischen den verschiedenen christlichen Gemeinschaften und ihre Rechte und Pflichten in Bezug auf den Betrieb und die Erhaltung  der Geburtskirche regelt. Es ist wünschenswert, dass die Unesco und die palästinensische Autonomiebehörde dies respektieren und nicht eingreifen werden, außer in Ausnahmefällen.