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Gepostet on 12 Jun 2012 in Politik und Gesellschaft, World News

Syrien: Das lateinische Patriarchat ruft zu einem intensiven Gebet auf

Syrien: Das lateinische Patriarchat ruft zu einem intensiven Gebet auf

JERUSALEM – Papst Benedikt XVI. ist betrübt und zutiefst besorgt über das jüngste Massaker in Syrien, das weitere 108 Opfer gefordert hat. Das Lateinische Patriarchat von Jerusalem, im Einklang mit dem Heiligen Vater, drückte seine tiefste Sorge aus und möchte den Menschen in Syrien durch das Gebet nahe sein.

Am Montag verurteilte der Papst das Massaker an 108 Zivilisten, das am Samstag, den 26. Mai im zentralsyrischen Hula stattgefunden hatte. „Das jüngste Massaker in Hula betrübt und beunruhigt zutiefst den Heiligen Vater und die ganze katholische Gemeinschaft sowie die internationale Gemeinschaft“, sagte Pater Federico Lombardi, Jesuit und Direktor des Presseamtes des Heiligen Stuhls. „Bei der Erneuerung seines Appells für die Einstellung aller Formen von Gewalt“ – so heisst es in der Note – „fordert der Heilige Stuhl alle interessierten Parteien und die gesamte internationale Gemeinschaft auf, keine Mühe zu scheuen, um die Krise durch Dialog und Versöhnung zu lösen“.

Was in Hula passiert ist, ist eine Tragödie“, sagt Bischof William Shomali, Weihbischof von Jerusalem. „Dieses Massaker bestätigt, dass in Syrien die Absicht zum Völkermord herrscht“. Im Namen des Lateinischen Patriarchats drückte Bischof William seine „tiefe Trauer für die unschuldigen Opfer“ aus, die „von ihren eigenen Landsleuten getötet wurden“. Gleichzeitig übermittelte der Bischof „seine tiefe Besorgnis und die Anteilnahme der Christen im Heiligen Land mit dem Schmerz des syrischen Volkes.

Aus diesem Grund ruft das Lateinische Patriarchat von Jerusalem zu einem Zeitraum  intensivem Gebets auf. „Was den gegenwärtigen Moment anbelangt“, so Bischof Shomali, „sind die diplomatischen Bemühungen gescheitert. Wir wollen eine übernatürliche Kraft, die von Gott kommt. Lasset uns beten.

Der internationale Vermittler, Kofi Annan, traf am Dienstag den 29. Mai mit Präsident Bashar al-Assad zusammen. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen machte zur gleichen Zeit die Behörden für den brutalen Angriff verantwortlich. Der internationale Vermittler, der am Montag in Syrien ankam, sagte, dass er vom Massaker von Hula „entsetzt“ gewesen sei.

Christophe Lafontaine