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Gepostet on 11 Jun 2012 in Hochfeste, Liturgisches Leben

Saint Helena and the “finding of the Cross”

Saint Helena and the “finding of the Cross”

Jerusalem – Am 21.Mai feierte die Lateinische Kirche von Jerusalem (18. August im römischen Märtyrerkalender) die Erinnerung an die Hl. Helena, die Mutter Konstantins des Großen, die zwischen dem 3. und 4. Jahrhundert lebte. Eusebius von Caesarea, der Hl. Ambrosius und der Hl. Paul von Nola sprechen von ihr und betonen ihren Glauben, ihre Frömmigkeit, ihre Bescheidenheit, ihre Großzügigkeit allen gegenüber und ihre große Klugheit. Einer Überlieferung zufolge pilgerte die Hl. Helena, angeleitet durch die Liebe zu Gott, im Jahr 326 ins Hl. Land und wurde von Bischof Macarius empfangen. Es war im Rahmen dieses Besuchs, dass der Überlieferung nach die Relikte des Hl. Kreuzes entdeckt wurden, eine Tatsache, die der Ursprung des „Festes der Kreuzauffindung“ ist, das in Jerusalem in diesem Jahr am 7. Mai gefeiert wurde.

Drei Quellen berichten vom Ereignis der Entdeckung des Kreuzes, auf dem unser Herr Jesus gestorben war, durch die Kaiserin Helena. Die erste ist die „Goldene Legende“, eine mittelalterliche Sammlung von 150 Heiligenviten, aufgeschrieben in Latein von Jacopo da Varazze, Bischof von Genua und Dominikaner. Sie erzählt, dass Judah (an den sich die Kaiserin mit der Bitte um Hilfe bei Referenzen gewandt hatte) selbst zu graben begonnen hatte und 20 Schritte tief im Grund drei Kreuze fand, die er zur Königin brachte. Weil er nicht wusste, wie er erkennen konnte, welches der drei Kreuze das von Jesus war,…“ließ er einen toten jungen Mann bringen, hielt seine Hand auf die Bahre und begann das erste und das zweite Kreuz über den Leichnam zu legen, aber nichts geschah; dann nahm er das dritte Kreuz: daraufhin wurde der Tote zum Leben erweckt.“

Der Hl. Ambrosius wusste, dass der Hl. Geist sie angeleitet hatte, das Holz des Kreuzes zu versuchen. Schließlich schrieb Rufinus von Aquileia im 4. Jahrhundert, dass die Hl. Helena „durch eine Offenbarung erfuhr, dass das Kreuz in einer unterirdischen Kammer im Grab unseres Herrn befand… Gott belohnte diese heilige Kaiserin mehr als sie zu hoffen wagte: denn neben dem Kreuz fand sie auch noch andere Gegenstände aus der Leidensgeschichte“.

Gemäß der Überlieferung wurden zusätzlich zum Kreuz auch noch drei Nägel gefunden, die Helena ihrem Sohn Konstantin schenkte; dieser schmiedete einen in den Biss seines Pferdes, und ein anderer wurde in die berühmte Eiserne Krone eingearbeitet, die in der Kathedrale von Monza aufbewahrt wird.

Helena wollte auf diesem Weg ihrem Sohn zu Mäßigung raten und ihn daran erinnern, dass es keine Herrschaft gibt, die nicht Christus untertan ist. Sie überredete schließlich Konstantin zum Bau der Anastasius-Basilika, d.h. der Auferstehungskirche.

 

1686 Jahre später…

Am Montag, den7. Mai 2012 wurde der Gottesdienst zur Kreuzauffindung in der Grabeskirche gefeiert, im Beisein des Generalministers des Franzikanerordens, P. Jose Rodiguez Carballo OFM, der seit dem 28. April im Hl. Land ist. Am Sonntagabend um 18 Uhr hielt die tägliche Prozession der Franziskaner in der Grabeskirche in der St. Helena-Grotte, dem Platz der Kreuzauffindung, um die Vesper zu feiern. Die Reliquien des Hl. Kreuzes wurden zu diesem Anlass ausgesetzt. Nach dem Abendgebet setzte sich die Prozession fort. Am darauffolgenden Tag wurde in dieser Krypta eine heilige Messe gefeiert, auf die eine feierliche Prozession um das Grab folgte.

Auch nach der Liturgiereform von 1969, die die Zusammenlegung dieses Festes mit dem der Kreuzerhöhung (14. September) vorsah, hielt die Kirche von Jerusalem daran fest, die Erinnerung an die Auffindung des Kreuzes unseres Heilands durch die Hl. Helena im Jahr 326 vor Ort zu feiern. In Mitten der Osterfeiertage erinnert es die Gläubigen daran, dass das Kreuz und die Auferstehung zusammen das Ostergeheimnis bilden.

Louis-Marie de Linage

Quellen: The Golden Legend, Ch 64; – Proper Mass of the Jerusalem Diocese, 1987¸- Custody of the Holy Land