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Gepostet on 24 Mai 2012 in Aktuelles des Heiligen Vaters, Kirche

Kooperation zwischen Juden und Katholiken

Kooperation zwischen Juden und Katholiken

Vatikan Staat – Am 10. Mai empfing der Hl. Vater, Papst Benedikt XVI, eine Delegation des “Latin American Jewish Congress” (Lateinamerikanischer Jüdischer Kongress); es ist die  erste Gruppe von Vertretern jüdischer Organisationen und Gemeinden in Lateinamerika, die der Papst im Vatikan traf.

Benedikt XVI beobachtete anfangs, dass es in ganz Lateinamerika aktive jüdische Gemeinden gibt, unter ihnen jene aus Argentinien und Brasilien, und dass seit dem Zweiten Vatikanum die Beziehungen zwischen Katholiken und Juden in der Region ständig gestärkt wurden durch unterschiedliche Initiativen, die auch die Freundschaft vertieften.

Kooperation zwischen Juden und Katholiken

Der Hl. Vater betonte, dass “die Erklärung Nostra Aetate die Basis und das Leitprinzip bleibt in den Bemühungen, größeres Verständnis, Respekt und Zusammenarbeit zwischen unseren zwei Gemeinden zu fördern. Diese Erklärung hat nicht nur eine klare Position gegen alle Formen des Anti-Semitismus bezogen, sondern auch eine Grundlage für eine neue theologische Evaluierung der Beziehung zwischen der Kirche und dem Judaismus gelegt, und sie hat das Vertrauen ausgedrückt, dass die Wertschätzung des spirituellen Erbes, das Juden und Christen teilen, zu einem Verständnis und einer wachsenden wechselseitigen Wertschätzung führen könnte.“

Angesichts des Fortschrittes, der in den letzten 50 Jahren in den katholisch-jüdischen Beziehungen auf der ganzen Welt gemacht wurde, müssen wir dem Allmächtigen für diese Zeichen seiner Güte und Vorsehung danken. Dank des wachsenden Vertrauens, Respekts und guten Willens sind wir von einem bestimmten Misstrauen zu einer guten Freundschaft gekommen, die es ermöglicht, die Krise gemeinsam zu bewältigen und die Konflikte positiv zu lösen.

Vieles bleibt noch zu tun, um die Spuren der Vergangenheit zu beseitigen, die Beziehungen zwischen den zwei Gemeinden zu verbessern und auf die Herausforderungen zu antworten, die auf die Gläubigen in der heutigen Welt zukommen.

„Dennoch ist dies der Moment dafür zu danken, dass wir uns verpflichtet haben, gemeinsam den Weg des Dialogs, der Versöhnung und der Zusammenarbeit zu gehen.“

In einer Welt, die vom Verlust spiritueller und moralischer Werte bedroht ist, können Christen und Juden den Respekt für die Würde des Menschen und für Frieden garantieren, den aufrichtigen und respektvollen Dialog zwischen Religionen und Kulturen für die Zukunft der menschlichen Familie.

„Ich hoffe“,schloss der Papst, „dass dieser Besuch eine Quelle der Ermutigung und des erneuerten Vertrauens ist, dass wir die Herausforderung annehmen, noch stärkere Bande der Freundschaft und der Zusammenarbeit zu knüpfen, und prophetisches Zeugnis für die Macht der Wahrheit Gottes, für Gerechtigkeit und für die versöhnliche Liebe zu geben.“

Nachrichten von der Agentur Zenit
Übersetz von lpj.org