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Gepostet on 19 Mai 2012 in Aktuelles aus der Diözese, Diözese

400 Jugendliche laufen für den Frieden in Caesarea Maritima

400 Jugendliche laufen für den Frieden in Caesarea Maritima

Caesarea Maritima – Am 12. und 13. Mai fand für 24 Stunden der dritte weltweite Staffellauf für Frieden und Brüderlichkeit statt. Diese Initiative wurde von der „Jugend für eine geeinte Welt“ (Jugend der Fokolar-Bewegung) organisiert.

Hunderttausende junger Menschen zwischen 13 und 17 Jahren aus jeder sozialen Schicht,  verschiedener Kulturen, Länder und Religionen liefen weltweit und bezeugten so ihr Engagement für Frieden und Einheit. Zum dritten mal nach 2005 und 2008 fand dieser „Run4unity“ statt, diesmal in  180 Städten.

Im Heiligen Land kamen 400 junge Menschen –  Christen, Moslems und einige Juden aus den besetzen Gebieten und aus verschiedenen Städten Israels – in der herrlichen archäologischen Stätte Caesarea Maritima zusammen.  Eine eindrucksvolle Vielfalt, die das Ziel vor Augen führt: gemeinsam für eine geeinte Welt arbeiten und dabei bedeutet Vielfalt Reichtum und nicht Trennung.

Die 6 „Ja“ des Friedens

Am Sonntag, den 13. drehte sich alles um Staffelläufe, gemeinsame Spiele, Sketche und Lieder (auf Englisch, Hebräisch und Arabisch) über Frieden und Einheit. Alles wurde von und für Jugendliche organisiert. Sie waren “die wahren Akteure und Interpreten“ erzählte begeistert Francesca, ein Mitglied der Fokolarbewegung in Jerusalem.

“Dieses Jahr“, so erklärte uns Francesca, „haben wir die 6 „Ja“ lanciert, um die Botschaft der Einheit rüberzubringen: „ja“ zum Frieden, „ja“ zum Respekt, „ja“ zur Schöpfung (Ökologie), „ja“ zum Leben und zur Familie, „ja“ zur Solidarität, „ja“ für eine gerechte Wirtschaft”. Jedes dieser “Ja” wurde auf den T-Shirts aller Teilnehmer mit einem mathematischen Symbol dargestellt. Die Freude am Zusammensein und das Gefühl diesen unvergesslichen Moment zusammen zu erleben, spiegelte sich auf den Gesichtern der Teilnehmer wieder. “Es war ein wunderbarer Tag, der immer in meinem Herzen bleiben wird! Vielen Dank an alle!” so die Worte eines Jugendlichen am Sonntagabend.

Einer der jungen Erwachsenen fügte hinzu: “Es sind Momente wie diese, die Hoffnung geben.” Hoffnung. Die Hoffnung auf Frieden, der an den Herzen der Bewohner des Heiligen Landes nagt.. Caesarea Maritima, das Schauplatz von Schlachten und Eroberungen war, spiegelte an diesem Tag  das Bild eines echten Friedens wider. “Wir haben uns in Caesarea getroffen mit dem Wunsch, gemeinsam eine bessere Zukunft aufzubauen, ohne Streit und ohne dem Bedürfnis über dem anderen zu stehen,” meinte Francesca am Ende des Tages.

60 Jahre Engagement für die Einheit

Der Fokolar-Bewegung wurde 1944 in Italien von Chiara Lubich (1920 – 2008) gegründet.

Obwohl sie zur katholischen Kirche gehört, ist ihre Spiritualität auch von Christen anderer Kirchen,  Gläubiger anderer Religionen und sogar von den Leuten ohne Religionszugehörigkeit geprägt. Ihr Ziel ist das Bekenntnis zur Einheit. In der Familie, in der Wirtschaft, im gesellschaftlichen und kulturellen Leben,  in der Politik, im Zusammenleben von Reich und Arm und den Völkern. Die Fokolar-Bewegung ist seit 1977 in der  Diözese des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem  in Jerusalem, Haifa und Amman präsent. Die  derzeitige Präsidentin der Bewegung, Maria Voce, befand sich im vergangenen Jahr im Heiligen Land, um in den verschiedenen Kirchen ihre Erfahrung des ökumenischen und interreligiösen Dialogs zu bezeugen.

Amélie De La Hougue

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