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Gepostet on 10 Mai 2012 in Diözese im Ausland, Kirche

Weltkongress über die Seelsorge des Tourismus in Mexiko

Weltkongress über die Seelsorge des Tourismus in Mexiko

Zum Thema „Der Tourismus macht den Unterschied“ trafen sich vom 23. bis 27. April 2012 in Cancun, Mexiko, 200 Personen zumVII. Weltkongress über die Seelsorge des Tourismus. Die Arbeit des Seminars, das vom Päpstlichen Rat für die Seelsorge für die Migranten und die Menschen unterwegs organisiert wurde, konzentrierte sich auf drei Themen: „Tourismus im Allgemeinen, religiöser Tourismus und Tourismus der Christen.“

Die Zahlen allein, die von der Welttourismusorganisation herausgegeben werden, zeigen die Bedeutung dieses Kongresses: im Jahr 2011 wurden 980 Millionen internationale Touristen gezählt. Bei einem voraussehbaren Anstieg von 4,4% werden für das Jahr 2012 die Zahl von einer Milliarde erreicht. Unter ihnen sind viele Tausende, die eine alternative Form des Tourismus gewählt haben, nämlich die der Wallfahrt.

Papst Benedikt XVI. rief in seiner Botschaft an den Kongress dazu auf, „die zahlreichen Gelegenheiten“, die der Tourismus bietet, zu nutzen, „um Christus als höchste Antwort auf die Fragen des Menschen von heute vorzulegen“. Er ermutigte dabei die Touristenseelsorge, „die Christen bei ihrem Urlaub und ihrer Freizeit zu begleiten, so daß sie ihrem menschlichen und spirituellen Wachstum nutzen.“

Für Kardinal Antonio Maria Veglio, Präsident des Dikasteriums, das diesen VII. Kongress organisiert hat, kann der „religiöse Tourismus“ in der Sprache der „via pulchritudinis“ (der Weg der Schönheit) eine echte „Reise zu Gott“ und eine Hilfe sein, um „in der Beziehung zu Ihm zu wachsen“. Dabei betonte der Kardinal, dass die Kirche „die Christen in der Zeit der Ruhe unterstützen“ und auch an die Neuevangelisierung denken müsse, denn sie müsse „in der Saison und außerhalb der Saison“ (siehe 2 Tim 4,2) missionieren.

 

Die „positive Ansteckungskraft“ des Heiligen Landes nach den Worten von Patriarch Twal.

Der Wunsch des Kardinals erinnert an die Worte des lateinischen Patriarchen von Jerusalem anlässlich des Seminars für die sozialen Kommunikationsmittel des Nahen Ostens, das vom 17.-20. April 2012 im Libanon stattfand. In seinem Vortrag unterstrich der Patriarch das Konzept der „Wallfahrt als Vehikel der Kommunikation“. Er sprach den Pilgern zu, auch „an einer Sonntagsmesse in einer lokalen Pfarrei teilzunehmen, um den lebendigen Steinen dieser Kirche zu begegnen. So können sie, wenn sie wieder nach Hause zurückkehrt sind, ihre Erfahrung aus dem Heiligen Landes teilen.“ „Das Heilige Land“, nach den Worten des Patriarchen, „spricht für sich selbst“. Als ein „gesegnetes Land“ sollte es über „eine positive Ansteckungskraft“ verfügen.

 

Tourismus, „ein Werkzeug, um Brücken zwischen den Völkern zu bauen

In einer Videobotschaft an den Internationalen Kongress der Tourismusseelsorge erklärte Herr Taleb Rifai, Generalsekretär der Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen (OMT), dass der Tourismus „ein leistungsfähiges Werkzeug ist, um Brücken zwischen den Völkern, Religionen und Kulturen zu bauen.“ Das ist auch eine Gewissheit von für Erzbischof Twal, der seit seiner Ernennung zum Patriarchen im Jahr 2008 nicht müde wird, die Pilger aus der ganzen Welt aufzurufen, „zu ihrer Mutterkirche zu kommen und diese zu besuchen.“ Erinnern wir uns an die Worte, mit denen er seine Neujahrsgrüße am 1. Januar 2012 ausdrückte: “zu unserer lieben Freunden, den Pilgern, seid euch bewusst, dass eine Pilgerreise ins Land Jesu eine einzigartige Gelegenheit ist, um Beziehungen der Freundschaft und der Solidarität zu schaffen, die einen Schritt von tausend anderen Schritten darstellt, die letztendlich zu einer Kultur des Friedens führen.

Amélie de La Hougue