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Gepostet on 23 Apr 2012 in Vertiefung

NILI Communiqué: „Der arabisch – isrealisch – palästinensische Friede ist dringender denn je“

NILI Communiqué: „Der arabisch – isrealisch – palästinensische Friede ist dringender denn je“

Im Februar 2012 veröffentlichte die Nationale Interreligiöse Führungsinitiative (NILI) für Frieden im Nahen Osten bestehend aus jüdischen, christlichen und islamischen Führern in den USA ein Communiqué:

Der arabisch – isrealisch – palästinensische Friede ist dringender denn je.

Befasst mit neuen, herausfordernden Entwicklungen im Nahen Osten und als Führer bedeutender jüdischer, christlicher und islamischer nationaler religiöser Organisationen, die wir durch die zentralen Lehren unserer Traditionen geleitet sind, bekräftigen wir mit Nachdruck, dass der arabisch – isrealisch – palästinensische Friede lebenswichtiger ist denn je. Wir lassen uns durch die Grundprinzipien der Zusammenarbeit leiten, in denen wir anerkennen, dass unsere Verbindungen zu jenen auf den verschiedenen Seiten des Konflikts manchmal zu unterschiedlichen Standpunkten führen, und wir betonen nochmals unser gemeinsames Programm für den Frieden.

Wir finden Ermutigung in den grundlegenden Richtlinien, die von Arabern und Isrealis in früheren formalen und informellen Verhandlungen entwickelt worden sind und die geeignete Maßstäbe für ein Friedensabkommen darstellen, das für die Mehrheit der Israelis und Palästinenser akzeptierbar sein könnte.

In dieser Zeit bedeutsamer Veränderungen muss das Streben nach Frieden zwischen Israelis und Palästinensern in folgenden Zusammenhängen gesehen werden:

  • die Hoffnungen und Herausforderungen bezogen auf den arabischen Frühling, zusammen mit den Anliegen für die Rechte von Minderheiten;
  • die Auswirkungen des Kriegs im Irak inklusive der Probleme für die irakische Demokratie und Stabilität;
  • die Zukunft in Afghanistan, wenn sich die USA / Nato zurückziehen;
  • Spannungen in der Beziehung zwischen den USA und Pakistan;
  • die zunehmende Krise in Syrien; und
  • die Gefahren einer Konfrontation wegen der nuklearen Aktivitäten im Iran.

Unter Berücksichtigung, dass wir diese Angelegenheiten in anderen Foren ansprechen, kamen wir zu der Ansicht, dass alle diese Entwicklungen die Bemühungen um einen arabisch – israelisch-palästinensischen Frieden mehr und nicht weniger dringend erscheinen lassen. Verankert in dem tiefen Bemühen unserer religiösen Traditionen, die Hoffnungen und Rechte aller Menschen auf ein Leben in Frieden zu respektieren, bekräftigen wir nochmals unser Bekenntnis, zusammenzuarbeiten für eine aktive, faire und starke US-Führung für einen umfassenden arabisch-israelischen Frieden, basierend auf U.N. Security Council Resolutions 242,338 und 1397, die ein ausverhandeltes zwei-Staaten Friedensabkommen zwischen Israel und den Palästinensern beinhaltet.

Wir wissen, dass 2011 ein schwieriges und frustrierendes Jahr war. Während sich Mehrheiten von Israelis und Palästinensern nach Frieden sehnten, behinderten politische Probleme auf beiden Seiten die Führung am Weiterkommen. Die vor uns liegenden Monate, die zu den nationalen Wahlen in den USA führen, stellen eine besondere Herausforderung dar. Wir bitten die Kandidaten dringend, keine Rhetorik zu verwenden, die Friedensaussichten gefährden könnte. Als jüdische, christliche und islamische Führer warnen wir die Kandidaten davor, die Chancen für ein israelisch-palästinensisches zwei-Staaten-Friedensabkommen zu gefährden.

Im Besonderen appelliert die Nationale Interreligiöse Führungsinitiative für Frieden im Nahen Osten an die Regierung, den Kongress und die Präsidentschaftskandidaten um Unterstützung für die folgenden Schritte:

  • Fordern Sie beide Seiten auf, Gewalt zu verhindern und unternehmen Sie zusammen mit dem Quartett diplomatische Anstrengungen, um einen dauerhaften und effektiven Waffenstillstand zu erhalten;
  • Unterstützen Sie weiterhin die palästinensische Staatsgründung und die Möglichkeit zur wirtschaftlichen Entwicklung, inclusive der sofortigen Aufhebung des Stops für humanitäre Hilfe durch den Kongress;
  • Unterstützen sie die palästinensischen Bemühungen, eine Regierung zu bilden, die in der Lage ist, die Westbank und Gaza so zu vertreten, dass diese die Gewalt beenden, alle bestehenden Abkommen zwischen Israel und der Palästinensischen Autorität anerkennen und ein zwei-Staaten-Friedensabkommen mit Israel verhandeln;
  • Drängen Sie Israel, alle Siedlungserweiterungen, auch in Ost-Jerusalem, zu beenden; und
  • Drängen Sie auf eine Wiederaufnahme von Verhandlungen für ein zwei-Staaten-Friedensabkommen, das auf den U.N. Security Council Resolutions 242,338 and 1397 basiert, und sich auf Elemente der arabischen Friedensinitiative (2002), die inoffizielle israelische Friedensinitiative (2011), und das Genfer Abkommen (2003) stützt, die vielleicht zu einem von beiden Seiten akzeptierten Abkommen führen.

Wir glauben, dass die Unterstützung der USA bei diesen Schritten essentiell ist, um die Hoffnung auf einen ausverhandelten arabisch-israelisch-palästinensischen Frieden zu wahren, und dass ein erreichter Friede tiefgreifende positive Auswirkungen auf die anderen bestehenden Konflikte und Probleme im Nahen Osten hätte. Als nationale religiöse Führer versprechen wir, dass wir die Mitglieder unserer Gemeinden im ganzen Land auffordern werden, in den kommenden Monaten daran zu arbeiten, den Boden für den Frieden im Nahen Osten zu erhalten und weiter zu bereiten, und die positiven Bemühungen der politischen Führer beider Parteien beim Erreichen dieses Zieles zu unterstützen.

Nationale Interreligiöse Führungsinitiative für den Frieden im Nahen Osten