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Gepostet on 15 Apr 2012 in Aktuelles des Heiligen Vaters, Kirche

Synode: Papst Benedikt XVI. wird im September den Libanon besuchen

Synode: Papst Benedikt XVI. wird im September den Libanon besuchen

Vatikan – Papst Benedikt XVI. kommt dieses Jahr vom 14.-16. September zu einer apostolischen Reise in den Libanon, um das erwartete Post-Apostolische Schreiben an die Bischöfe des Nahen Ostens zu übergeben, das der Synode folgt, die im Vatikan vom 10.-24. Oktober 2010 zum Thema „Die katholische Kirche im Nahen Osten: Gemeinschaft und Zeugnis“ stattgefunden hat.

Der Vatikan und die libanesischen Behörden in Beirut bestätigten den Besuch des Papstes am 8. April 2012.

Das Apostolische Schreiben enthält Schlussfolgerungen und Empfehlungen für alle lokalen Kirchen der Region, die während der Arbeitssitzungen der Synode geschrieben wurden. Der Papst wird im September im Libanon mit den zivilen und religiösen Autoritäten sowie mit den Jugendlichen zusammentreffen. Er wird daher Gelegenheit haben, um diese wichtigen Themen wieder aufzugreifen und auf die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Konfessionen in der Region einzugehen.

In seiner Osterbotschaft auf dem Petersplatz während des Urbi et Orbi hatte der Papst seine Sorge für die Christen im Nahen Osten betont und auch einen Appell an die Bewohner von Syrien gerichtet: „Besonders in Syrien sollte das Blutvergießen enden und unverzüglich der Weg der Achtung, des Dialogs und der Versöhnung eingeschlagen werden, was auch dem Wunsch der Internationalen Gemeinschaft entspricht.

Der Papst unterstrich dabei die Notwendigkeit des interreligiösen Dialogs im Nahen Osten. Der Papst erwähnte auch andere Orte der Region, in denen es Konflikte und Spannungen gibt. Er fand unterstützende Worte für das irakische Volk, das Stabilität und Entwicklung braucht, und drückte seine Hoffnung für das Heilige Land aus, dass der Friedensprozess zwischen Israelis und Palästinensern mit Mut wieder aufgenommen werde.

Möge der auferstandene Christus dem Mittleren Osten Hoffnung geben, damit alle ethnischen, kulturellen und religiösen Gemeinschaften jener Region für das Gemeinwohl und für die Achtung der Menschenrechte zusammenarbeiten.

Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Msgr. Fouad Twal, erinnerte in seiner Predigt, dass es nicht überflüssig sei, dass sich die religiösen Autoritäten mit solchen Fragen auseinandersetzten, denn die „Politiker und die internationale Gemeinschaft sorgen sich wenig um unsere Freiheit und unser Schicksal. Persönliche Interessen machen das Wohlwollen derjenigen zunichte, die versuchen, den Frieden und die Gerechtigkeit zu suchen und zu fördern“, erklärte er in der Messe von Ostern. Der Patriarch betonte dabei, dass er wohlwollend den arabischen Frühling und die Suche nach einem neuen Leben seitens einer begeisterten Jugend begrüße, die „ihre Füße vom Staub einer dunklen, elenden und totalitären Geschichte“ abschütteln.

Christophe Lafontaine, mit AFP