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Gepostet on 15 Nov 2011 in Dialog, Synode

Ein Jahr nach der Synode in Wien

Pro_Orient

Ein Jahr nach der besonderen Synode für den Nahen Osten, die im Oktober 2010 im Vatikan stattgefunden hatte, organisierte Pro Oriente, das Studienzentrum für das orientalische Christentum mit Sitz in Wien, vom 9. bis 11 November das 3. „Colloquium Syriacum“, mit Schwerpunkt auf die Herausforderungen, denen die Christen im Nahen Osten gegenüberstehen.

An den drei Tagen der Konferenz nahmen Repräsentanten aller Kirchen der syrischen Tradition aus dem Nahen Osten und Indien, eine Gruppe von Experten, einige Beobachter und das Team von Pro Oriente teil. Unter den Bischöfen aus dem Nahen Osten befanden sich der syrisch-katholische Patriarch Ignatius Joseph III Younan, der syrisch-katholische Erzbischof Basile Georges,der chaldäisch-katholische Erzbischof Louis Sako von Kirkuk, Irak, die maronitischen Erzbischöfe Paul Youssef Mattar aus Beirut, Libanon, und Paul Nabil El-Sayah von Haifa und Jerusalem, der syrisch-orthodoxe Metropolitan Mar Gregorius Yohanna Ibrahim von Aleppo,Syrien und der Bischof der Assyrischen Kirche in Kalifornien, Awa Royel. Aus Indien waren angereist der Syro-Malabarische Erzbischof Joseph Powathil und der Metropolit Kuriakose Theophilose. Die Experten bestanden aus Prof. Sebastian Brock aus Oxford, Dr. Anthony O’ Mahoney aus Haythrop und Pater David Neuhaus, Vikar für die Katholiken hebräischer Sprache in Israel.

Die 3-Tage Gespräche beinhalteten folgende Themen: eine Bewertung der Synode, die muslimisch-christlichen Beziehungen, die Beziehungen mit den Diaspora-Gemeinschaften und die Kirche-Staat Beziehungen. Pater David Neuhaus und Erzbischof El-Sayah waren eingeladen, über die Beziehungen zwischen Juden und Katholiken auf Hintergrund der Synode zu sprechen. Pater Frans Bouwen aus Jerusalem sprach über die Entwicklungen der Ökumene. Die schwierigen Bedingungen im Irak und Syrien (wo viele syrischen Christen Leben) waren der Mittelpunkt der Debatte. Patriarch Younan leitete auch eine öffentliche Diskussion über das Leiden der Kirche im Nahen Osten.

Die reiche syrischer Tradition stand im Vordergrund dieser Tage. Die Teilnehmer nahmen an der Syrisch-Orthodoxen Abend Liturgie in der Kirche St. Ephrem und am Morgen Gebet, was die immer engeren Beziehungen zwischen den verschiedenen Kirchen syrischer Tradition unter Beweis gestellt hat.

Deutsche Übersetzung: Barbara Frua

Quelle: Vikariat für die Katholiken hebräischen Sprache in Israel